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30.10.2013

21:46 Uhr

Internet-Projekt

Der gläserne Zuckerberg

VonAxel Postinett

Eine US-Universität hat mühsam alle öffentlichen Auftritte von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg dokumentiert und ins Netz gestellt. Das Motiv? Das fast philosophische Anliegen, die Diskussion um Privatsphäre anzutreiben.

Ausstellung „The Face of Facebook“: Unternehmensgründer Mark Zuckerberg muss damit leben, ins Rampenlicht gestellt zu werden. Reuters

Ausstellung „The Face of Facebook“: Unternehmensgründer Mark Zuckerberg muss damit leben, ins Rampenlicht gestellt zu werden.

San FranciscoDiesmal kommen die Informationen nicht von Edward Snowden. Die gesammelten Weisheiten von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg stehen jetzt online zum Abruf bereit. Eine US-Universität hat sich die Mühe gemacht, alle öffentlichen Auftritte zu sammeln und bereitzustellen.

Man kann zu ihm stehen, wie man will. Aber unzweifelhaft wird Mark Zuckerberg einmal als einer der bedeutendsten Unternehmer in die Geschichte eingehen, als der Vater eines Netzwerks mit über einer Milliarde Menschen, einem Unternehmen mit über 100 Milliarden Börsenwert noch vor seinem 30sten Geburtstag.

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sucht nach mehr Privatsphäre und kauft die vier umliegenden Privathäuser um sein Anwesen. Dagegen sollen Nutzer des sozialen Netzwerkes zu Klarnamen im System gedrängt werden.

Die gesammelten Unterlagen über seine öffentlichen Äußerungen werden auf den Servern der Universität von Wisconsin Milwaukee bereitgehalten und teilen sich in zwei Bereiche. Der erste, rund fünfzig Videoauftritte Zuckerbergs im Laufe der Zeit und die Abschriften von über 100 Reden, Ansprachen, Blog-Posts, Produktpräsentationen, Interviews oder Briefen an die Aktionäre. Während die Videos frei zugänglich sind, muss sich ein Wissenschaftler oder Interessierter für den Zugang zu den Abschriften bei der Universität anmelden.

Warum das Ganze? Die Dominanz von Sozialen Netzwerken im täglichen Leben wirft Fragen hinsichtlich Privatsphäre und Ethik hinsichtlich online bereitgestellter Inhalte auf, schreibt die Universität auf ihrer Webseite. Die Sammlung soll dazu beitragen, die Diskussion anzuregen und besseren Einblick in die Denkweise Zuckerbergs zu bekommen.

Die Zuckerberg-Files: http://zuckerbergfiles.org

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