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29.12.2011

15:07 Uhr

Internet-TV

Telekomkonzerne fördern interaktives Fernsehen

VonSandra Louven

Live über Fußballspiele diskutieren oder sogar über das Ende eines Films abstimmen: So wird Fernsehen in Kombination mit dem Internet interaktiver. Erste Schritte wagen Firmen wie die Telekom bereits jetzt.

Geht es nach den Telekomkonzernen, sind die Zeiten des reinen Fernsehkonsumierens bald vorbei. Interaktives TV tritt in den Vordergrund. dpa

Geht es nach den Telekomkonzernen, sind die Zeiten des reinen Fernsehkonsumierens bald vorbei. Interaktives TV tritt in den Vordergrund.

DüsseldorfMan kann davon ausgehen, dass der Apple-Fernseher an das Internet angeschlossen sein wird. Experten sehen darin die Zukunft des Fernsehens, weil sich dadurch ganz neue Möglichkeiten ergeben, die Mattscheibe zu nutzen. Zahlreiche Telekomkonzerne bieten das sogenannte IP-TV bereits heute an. Die Deutsche Telekom etwa will sich damit gegen die Konkurrenz der Kabel-Konzerne durchsetzen und auf dem hart umkämpften Festnetzmarkt Kunden an sich binden.

Die Bonner setzen auf interaktives Fernsehen. Denn beim TV aus dem Internet nehmen nicht mehr nur die Sendungen den Weg ins Wohnzimmer. Aus den Wohnzimmern lassen sich auch Reaktionen zurückspielen – an die TV-Sender oder an andere Zuschauer.

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Noch steht die Entwicklung ganz am Anfang. Die Telekom testet seit rund vier Wochen in ihrem Fußball-Bundesliga-Programm zwei Varianten: Auf dem Bildschirm blendet sie während eines Spiels einen Banner mit Werbung und einen mit einem Gewinnspiel ein. Der Bundesliga-Fan kann per Fernbedienung beides an- oder wegklicken. Bislang hat der Konzern noch nicht erhoben, wie die meisten Nutzer reagieren. Beim Gewinnspiel winken Fernseher von Samsung als Preis – die Koreaner sind der Werbepartner für die Bundesliga-Spiele im Telekom-TV.

Solche Banner sind nur der erste Schritt. „Wir wollen schon bald den Austausch zwischen den Zuschauern anbieten“, sagt ein Telekom-Sprecher. Geplant ist unter anderem, dass Nutzer sich während eines Fußballspiels über die Entscheidungen des Schiedsrichters oder die Leistungen einzelner Spieler austauschen können. Dafür würde der Bildschirm geteilt – als Tastatur könnte eine spezielle Fernbedienung oder das Smartphone dienen. Der Media-Receiver der Telekom, der das Fernsehsignal auf den Bildschirm bringt und als Videorekorder fungiert, lässt sich heute schon von unterwegs mit dem Handy bedienen.

„Die Telekomkonzerne sind in der Technik alle noch nicht besonders weit“, heißt es in der Branche. Überall aber gehe es darum, dass der Zuschauer die Inhalte selbst mitgestalten kann. So sei geplant, dass er via Bildschirm darüber abstimmt, wie ein Film enden soll.

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