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17.01.2007

14:57 Uhr

Internetfernsehen

Skype-Gründer versprechen TV der Zukunft

Schon zwei Mal haben Niklas Zennström und Janus Friis die Computer- und Medienwelt ordentlich aufgemischt. Erst entwickelten die beiden das Filesharing-System Kazaa, dann ermöglichten sie mit Skype, Millionen Nutzern über das Internet zu telefonieren. Derzeit werkeln die Skandinavier an ihrem dritten Streich: Joost soll das Fernsehen revolutionieren.

Screenshot der Testversion von Joost, Foto: AP

Screenshot der Testversion von Joost, Foto: AP

HB DÜSSELDORF. Der Name des Projektes wurde Anfang der Woche bekannt gegeben. Bisher lief das Vorhaben unter dem Codenamen „Venedig Projekt“ – benannt nach dem Namen des Hotelzimmers, in dem die Idee ausgeheckt wurde, verriet Joost-Chef Fredrik de Wahl nun in seinem » Blog.

„Wir möchten das Beste des Fernsehens mit dem Besten des Internet verschmelzen“, sagt Jan Friis. Wie bei Skype und Kazaa solle die Verbreitung der Inhalte über das Peer-to-Peer-Prinzip, also nicht über einen zentralen Server, sondern von Nutzer zu Nutzer erfolgen.

Die Teilnehmer sollen sich mit Chat-Funktionen zudem direkt über die Inhalte austauschen und diese bewerten können. Doch im Unterschied zu Videoplattformen wie Youtube setzt Joost nicht auf die Inhalte der Nutzer – vorerst. Nach Angaben von Joost-Chef Fredrik de Wahl müssten erst einmal Urheberrechts- und Qualitätsfragen geklärt werden.

Joost will dagegen Filme, Serien, Shows und andere bekannte Programme anbieten. Allerdings sind bisher nur wenige Kooperationen mit kommerziellen Anbietern solcher Inhalte bekannt. Diese setzen auf eigene Online-Angebote oder die schon existierenden Plattformen, wie von Apple oder dem von Google übernommene Youtube.

Anders als die existierenden Videoplattformen verspricht Joost jedoch, eine Bildqualität bieten, wie man sie bisher nur vom Fernsehen kennt. Wer sich davon selbst ein Bild machen möchte, kann sich auf der Website » www.joost.com schon als Tester registrieren. Derzeit läuft das System in einer Beta-Version.

Zu sehen sind dort bisher Videos der Warner Music Group, von National Geographic und Autorennen der amerikanischen Indy Car Serie. Inwieweit künftig weitere attraktive Inhalte angeboten werden können, wird über den Erfolg von Joost entscheiden, geben auch die Verantwortlichen zu.

Finanzieren soll sich Joost über Werbung, Warner Music, T-Mobile USA und Wrigley beteiligen sich an den derzeitigen Tests.

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