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04.01.2007

11:30 Uhr

Internetseite lahm gelegt

Gastarifvergleich überfordert Kartellamtsseite

Am Donnerstag war die Internetseite des Bundeskartellamts den zweiten Tag in Folge so gut wie nicht zu erreichen. Das hohe Interesse an dem erstmalig erstellten bundesweiten Gaspreis-Überblick der Bonner Behörde hat die Server überfordert.

Das Bundeskartellamt hat erstmals einen bundesweiten Gaspreisvergleich für Haushaltskunden veröffentlicht. Foto: dpa Quelle: dpa

Das Bundeskartellamt hat erstmals einen bundesweiten Gaspreisvergleich für Haushaltskunden veröffentlicht. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. „Wir haben einen wahren Ansturm auf den Server“, sagte sagte Behördensprecherin Irene Sewczyk. „Momentan geht gar nichts.“ Nicht nur über die Internetseite versuchten Verbraucher, auf die Daten zurückzugreifen. Die Mitarbeiter der Behörde mussten zudem einen Ansturm von Telefonanrufen und E-Mails bewältigen. Die Behörde arbeitete laut Sewczyk auf Hochtouren daran, den Zugang wiederherzustellen. Wann die Seite (www.bundeskartellamt.de) wieder angezeigt werde, sei unklar. Nach Angaben auf der Homepage soll das Angebot jedoch ab etwa 18.00 Uhr wieder erreichbar sein.

Der Grund für das enorme Interesse liegt auf der Hand: Bei dem Tarifvergleich hatte das Kartellamt drastische Unterschiede bei den Gaspreisen in Deutschland festgestellt. Die Preise der 739 Gasversorger zum Stichtag 15. November 2006 unterscheiden sich danach erheblich. So kassieren die Stadtwerke Soltau für den Verbrauch von 7000 Kilowattstunden pro Jahr etwa 381 Euro, während ein Kunde der Gasversorgung Blaubeuren dafür 605,86 Euro hinblättern muss. Eine freie Wahl des Anbieters ist aber bislang kaum möglich.

Ein laufende Aktualisierung der Daten will das Amt trotz des großen Interesses nicht anbieten. Das Kartellamt sei kein Servicebetreiber, sagte die Sprecherin und verwies auf gewerbliche Anbieter, die solche Übersichten veröffentlichten. Alle drei Monate wollen die Bonner Wettbewerbshüter ihre Daten erneuern. Die nächste Aktualisierung werde im Februar ins Netz gestellt. Darin dürften dann auch die Preisänderungen enthalten sein, die mehrere Anbieter zum 1. Januar angekündigt hatten.

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