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23.12.2013

14:57 Uhr

Intuitiv und ausgezeichnet

Lernsoftware für Kinder finden

Quelle:dpa

Die Auswahl an Lernprogrammen für Kinder wird immer größer. Die passende Software zu finden, die das Kind begeistert, fällt vielen Eltern schwer. Und die Programme sind kein Allheilmittel gegen schlechte Noten, warnen Experten.

Lernsoftware kann hilfreich sein, ist aber kein Allheilmittel, sagen die Experten. Foto: Silvia Marks dpa

Lernsoftware kann hilfreich sein, ist aber kein Allheilmittel, sagen die Experten.
Foto: Silvia Marks

BerlinEin Sechsjähriger klickt eifrig auf der Maus, verschiebt Vokabeln auf dem Computer-Display, bis Bilder entstehen, und jauchzt über jede richtige Lösung. Wenige Tage später bildet er schon erste Sätze in der fremden Sprache. Es könnte so schön sein. Ist es aber nicht.

«Lernsoftware ist kein Allheilmittel», sagt Michael Schnell, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Grimme-Institut und redaktioneller Projektleiter des Kinder-Portals Internet-ABC. «Man kann damit nicht auf einen Schlag seine Noten verbessern.» Erfolgreiches Lernen setze die Lust am Lernen voraus.

Diese Lust kann ein gutes Lernprogramm wecken. Allerdings setzt selbstständiges Lernen immer Selbstdisziplin voraus, betont Prof. Wilfried Hendricks, Direktor des Instituts für Bildung in der Informationsgesellschaft in Berlin. Trotzdem - oder gerade deswegen - können auch schon Vorschulkinder Lernsoftware erfolgreich nutzen. Kinder sind neugierig, wollen erkunden und ausprobieren. All das ermöglicht ein gutes Lernprogramm. «Aber es kommt natürlich auf die Gestaltung des Systems an», sagt Hendricks. Er habe bereits in Kindergärten ein Programm zur Förderung von Lese- und Schreibfähigkeiten erfolgreich getestet.

Doch wie finden Eltern passende Lernsoftware? Wenn ein Programm die Schulnoten verbessern soll, ist der Weg zum Lehrer erst einmal der beste. Denn zu den meisten Schulbüchern gibt es mittlerweile auch Software. Selbst wenn das Programm zum Schulbuch nicht so gut bewertet wird, sollten sich Eltern doch dafür entscheiden, weil es dem Schulstoff entspricht. Sonst komme das Kind durcheinander.

Wenn ein Kind in der Freizeit ein bisschen Italienisch lernen oder mehr über Ägypten erfahren will, können Eltern zunächst Software aus der Bücherei testen. Für manche Programme gibt es auch kostenlose Demoversionen im Netz. Wenn der kleine Nutzer sich da schon begeistert durchklickt und die Probelektionen aufsaugt, dann lohnt sich auch die Vollversion. «Vor der ersten Nutzung fragen gute Programme das Vorwissen des Nutzers ab», erklärt Schnell.

Die Software passt sich dann im Idealfall dem Wissensstand an, so dass man weder über- noch unterfordert wird. «Wenn man einen Fehler macht, sollte das Programm erklären, was falsch war, was man sich nochmal anschauen muss und wie man zur richtigen Lösung kommt», sagt Prof. Hendricks.

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