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08.10.2015

15:59 Uhr

IT-Sicherheit

Eine Frage an Edward Snowden

VonIna Karabasz

Edward Snowden hat auf der IT-Sicherheitsmesse in Nürnberg über „Schutz gegen dunkle Künste“ gesprochen. Der Mann, der die NSA-Affäre ins Rollen brachte, hat dabei auch die Frage eines Handelsblatt-Lesers beantwortet.

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Edward Snowden beantwortet Handelsblatt-Leser-Fragen

Live zugeschaltet: Edward Snowden beantwortet Handelsblatt-Leser-Fragen

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NürnbergSeit rund zwei Jahren wohnt der Whistleblower Edward Snowden nun in Moskau im Exil. Doch von der Bildfläche verschwunden ist er deswegen nicht. Immer wieder äußert er sich per Live-Schaltung auf Konferenzen und Tagungen – so wie am Donnerstag auf der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg.

In seiner Keynote sprach der 32-Jährige über das Thema „Schutz gegen die Dunklen Künste: Welche Probleme Cybersicherheit hat und wie sie zu lösen sind.“ Dabei betonte er die Notwendigkeit, die Daten der Kunden und Nutzer zu verschlüsseln: „Sie garantieren ihnen damit, dass sie für sie und nicht für andere arbeiten“, sagt er.

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Mit den „anderen“ meint er die „Superstaaten“, die in großem Stil das Internet überwachen und ausspionieren. Der Ex-Mitarbeiter eines Dienstleisters des US-Geheimdienstes NSA hatte im Jahr 2013 die NSA-Affäre ausgelöst, nachdem er gemeinsam mit dem Journalisten Glen Greenwald interne Dokumente veröffentlicht hatte. Diese zeigten unter anderem, wie die NSA andere Staaten ausspioniert.

Es sei wichtig, Verschlüsselung so schnell und aggressiv wie möglich flächendeckend zu nutzen, so Snowden weiter. Doch das sei nur die technologische Seite des Problems. Auf der politischen wäre es wichtig, dass die Digitalindustrie versteht, dass sich die ganze Welt zunehmend auf sie verlässt.

Nach seinem Vortrag hatte das Handelsblatt die Möglichkeit ihm eine Frage zu stellen – aus zeitlichen Gründen genau eine. Einem Aufruf in den sozialen Netzwerken, welche Frage sie am meisten interessiert, waren zahlreiche Leser gefolgt.

Besonders viel Zustimmung erhielt die von Simon Pietsch. Er wollte wissen: „Da die Programme Tempora und Prism nicht die letzten ihrer Art sein dürften und auch nicht die Spitze der technologischen Entwicklung darstellen, wie könnten nach Snowdens Einschätzung ähnliche Programm in der Zukunft aussehen und wozu werden sie fähig sein?“ Dazu gab er Stichworte wie die künstliche Intelligenz bei der Auswertung von Daten oder die Automatisierung von Fahndungen.

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Darauf antwortete Edward Snowden, zum Zeitpunkt seiner Enthüllungen 2013 sei in den Medien vor allem die Tatsache diskutiert worden, dass die USA andere Staaten überwachen und welche Mittel sie nutzen – statt darüber, was das bedeutet. „Was es bedeutet ist, dass immer kleinere Gruppen mit Zugang zu den notwendigen Ressourcen in der Lage sind, einen enormen Einfluss auf die Welt auszuüben.“ Das habe eindeutige Auswirkungen auf die Demokratie. Angesichts der Tatsache, dass die Industrie immer mehr persönliche Daten sammle, dass es überall mehr Sensoren gebe, sei es wichtig, vorher rechtlichen und technischen Schutz zu implementieren.

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