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20.08.2011

09:27 Uhr

IT-Sicherheit

WLAN-Router von T-Online und Vodafone ab Werk unsicher

VonNico Ernst
Quelle:Golem.de

Eine Vielzahl der Router, die von Providern an DSL-Kunden geliefert werden, lassen recht einfache Einbrüche in ihr WLAN zu. Die voreingestellten WPA-Schlüssel lassen sich leicht erraten, doch auch die Abhilfe ist einfach.

Die voreingestellten Schlüssel von WLAN-Router von T-Online und Vodafone können leicht erraten werden, zeigt eine aktuelle Sicherheitsanalyse. action press

Die voreingestellten Schlüssel von WLAN-Router von T-Online und Vodafone können leicht erraten werden, zeigt eine aktuelle Sicherheitsanalyse.

BerlinWie bereits vor einem Jahr bekanntwurde, lassen sich die voreingestellten Schlüssel vieler WLAN-Router leicht erraten. Betroffen sind aber nicht nur die damals untersuchten Geräte Speedport W700V und W500 von T-Online, auch viele andere Router dieses Unternehmens und von Vodafone weisen Schwachstellen auf.

Zu diesem Ergebnis kommt eine bisher noch nicht veröffentlichte Untersuchung von Stefan Viehböck und Manuel Müller. Das Papier liegt Golem.de vor. Viehböck studiert das Fach Sichere Informationssysteme an der FH-Hagenberg, Müller Informatik an der FH-Coburg. Die beiden Sicherheitsforscher haben ihre Untersuchung unabhängig von den Hochschulen in ihrer Freizeit vorgenommen.

Der Kern des Problems ist, dass viele moderne Router, aber auch ältere Modelle, von den Providern mit einem ab Werk eingestellten Namen für das WLAN (SSID) und einem ebensolchen Key für die WPA-Verschlüsselung ausgeliefert werden. Diese WPA-Schlüssel werden nach einem nun bekannten System generiert und lassen sich leicht erraten. Dazu muss vor allem die SSID des Routers bekannt sein - deren Ausstrahlung abzuschalten, ist dabei keine Lösung, von zahlreichen WLAN-Clients werden versteckte SSIDs trotzdem gefunden.

Voreingestellte Schlüssel lassen sich errechnen

Bei T-Online besteht die SSID eines Speedport-Routers aus einer Zeichenkette wie"WLAN-XXXXXX". Die sechs unbekannten Stellen sind hexadezimale Zahlen, die aber nicht etwa zufällig vergeben werden. Drei davon sind ein Teil der MAC-Adresse des Routers, die sich durch Mitschneiden des Netzwerkverkehrs einsehen lässt. Um die drei verbleibenden Stellen zu erraten, bedarf es immerhin noch eines Brute-Force-Angriffs mit höchstens 4.096 Versuchen - das ist in Zeiten schneller WLANs und ebensolcher Client-Systeme auch kein großer Aufwand mehr.

Viehböck und Müller gelang es aber, die Zahl der Versuche auf höchstens 1.000 zu reduzieren, denn: Die fehlenden drei Stellen des Schlüssels werden nicht nur durch SSID und MAC-Adresse, sondern auch durch drei Stellen der Seriennummer des Routers errechnet. Den dafür zuständigen Algorithmus fanden die Sicherheitsforscher in der Firmware der Router. Mittels des Programms Aircrack-ng soll auf einem modernen Notebook der Zeitaufwand für das Errechnen des WPA-Keys bei nur zwei Sekunden liegen.

Kommentare (2)

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Holger

23.08.2011, 11:00 Uhr

Toller Arikel. Sehr Gut das die Schwachstellen der WLAN Router aufgezeiht werden. Was mich nur wundert wie die Easy Box A400, A401, sowie A402 zu einem WLAN-Schlüssel kommen, da sie doch gar nicht WLAN fähig sind. Zumal die meisten genannten WLAN-Router veraltete Modelle sind. Man währe gut beraten sich besser zu informieren, bevor man etwas veröffentlicht.

Julian

05.08.2012, 19:00 Uhr

So einfach gehts: http://youtu.be/ck0y8EdNSII

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