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25.02.2011

06:50 Uhr

Jasmin-Bewegung

China blockiert Zugang zu LinkedIn

VonFinn Mayer-Kuckuk

Nach Facebook, Youtube und Twitter ist nun auch LinkedIn in der Volksrepublik gesperrt - der Staat fürchtet Verabredungen zu Protesten.

Polizisten gehen in Schanghai gegen einen Demonstranten vor. Quelle: Reuters

Polizisten gehen in Schanghai gegen einen Demonstranten vor.

Tests ergaben eine vollständige Sperre der Website von verschiedenen Zugangspunkten aus. Chinesische Bürgerrechtler hatten zuvor auf LinkedIn einen Aufruf zu Protesten gegen die Regierung weiterverbreitet.

In China sind auch schon Facebook, Twitter und verschiedene Google-Dienste wie Youtube gesperrt. Ausländischen Internetunternehmen ist es zwar im Prinzip erlaubt, in China online zu gehen. Sie müssen sich jedoch verpflichten, mit dem Informationsministerium zu kooperieren und kritische Inhalte zu filtern. Wer dazu nicht bereit ist, muss mit einer Blockade rechnen.

Das chinesische Internet ist ausschließlich über regierungseigene Server mit der Außenwelt verbunden. Die Netzrechner verweigern die Durchleitung von Daten von bestimmten IP-Adressen und suchen zugleich nach kritischen Stichworten in den übermittelten Inhalten. Das erschwert auch die Internetrecherche auf Seiten, die im Prinzip zugänglich sind.

Auslandschinesen haben auf unabhängigen Websites wie dem chinesischsprachigen Nachrichtenportal Boxun.com dazu aufgerufen, sich künftig jeden Sonntag an öffentlichen Plätzen im ganzen Land zu Protesten zu versammeln. Auf einigen Mikroblog-Seiten führten daher am vergangenen Samstag beispielsweise die Suchbegriffe "morgen" oder die Namen der betreffenden Plätze zu Fehlermeldungen.

Kommentare (1)

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genauer

26.02.2011, 09:57 Uhr

Genauer: Ich habe meine mainland Kontakte per linkedin kontaktiert und prompt Antwort erhalten

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