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03.12.2013

02:18 Uhr

Kampf gegen Twitter

Facebook will mehr Nachrichten zeigen

Facebook-Nutzer sehen künftig mehr News. Im Kampf gegen Twitter um den Platz als Nachrichtenquelle Nummer eins hat das weltgrößte soziale Netzwerk seine Algorithmen geändert.

Facebook soll zur „besten personalisierten Zeitung“ werden, sagte Unternehmenschef Mark Zuckerberg im März. AP/dpa

Facebook soll zur „besten personalisierten Zeitung“ werden, sagte Unternehmenschef Mark Zuckerberg im März.

New YorkDas weltgrößte soziale Netzwerk Facebook macht weitere Schritte hin zu einer personalisierten Zeitung. Das Netzwerk teilte am Montag Änderungen an seinem Nachrichtenfeed mit. Künftig sollen Nutzer öfter seriöse Artikel zu sehen bekommen und weniger Artikel zu amüsanten Fotos oder anderen kurzlebigen Internetphänomenen, „Memes“ genannt. „Unsere Umfragen zeigen, dass die meisten Leute Links zu qualitativ hochwertigen Artikel zu aktuellen Themen, Sport oder anderen Themen, gegenüber dem neuesten Meme bevorzugen“, schrieb Facebook.

In einem Blogpost zeigte die Firma ein Beispiel von einem Link zu einem Zeitungsartikel und weiterführenden Links zu ähnlichen Artikeln. Neu sollen populäre Artikel auch länger prominent in den Nachrichten-Feeds der Nutzer platziert werden. Facebook zufolge, um Diskussionen zu Artikeln anzuheizen. Mit den Änderungen will will Facebook noch stärker zur Nachrichtenquelle werden, ein Plan der das Netzwerk schon zu Beginn des Jahres bekannt gegeben hat. Das Netzwerk wolle zur „besten personalisierten Zeitung“ für seine Nutzer werden, sagte Unternehmenschef bei einer Nachrichtenkonferenz damals.

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Es scheint zu funktionieren. Im Oktober teilte das Unternehmen mit, dass die durchschnittliche Anzahl von Klicks auf Medienseiten um 170 Prozent zugenommen habe. Das TIME-Magazin hat 208 Prozent mehr Weiterleitungen von Facebook bekommen. Beim Social-News-Portal BuzzFeed stieg die Anzahl von Facebook-Weiterleitungen gar um 855 Prozent, hieß es in der Mitteilung damals.

Die Verleger selbst bestätigten den jüngsten Zuwachs an Facebook-Weiterleitungen. Ein Vertreter der „Huffington Post“ sagte dem Magazin „Digiday“ es habe im letzten Monat „starke Zuwächse“ erlebt. Ein Vertreter von „Business Insider“ sagte, die Änderungen seien spürbar und verstärkten die Erfolge, die man vorher auf der Seite gehabt hätte.

Soziale Netzwerke haben in den letzten Jahre als Ort zum Entdecken von Nachrichten stark zu Suchmaschinen wie Google aufgeholt. Einer Studie des Pew-Forschungszentrums entdecken über ein Viertel aller erwachsenen US-Amerikaner Nachrichten auf Facebook und Twitter. Doch Facebook hinkt dem Kurznachrichtendienst hinterher. Während die Hälfte der Twitter-Nutzer sagten, dass sie auf dem Netzwerk News entdecken, waren es bei Facebook leicht weniger. Die neueste Änderung soll dem entgegenwirken.

Von

jar

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