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05.03.2012

14:38 Uhr

Karrierechancen

Die Cebit wird zur Mega-Jobbörse

VonClaudia Obmann

Die weltgrößte Computermesse ist nicht nur als Innovationsschau von Bedeutung. Von ihrem Auftritt in Hannover versprechen sich die Aussteller auch verstärkt Kontakt zu potenziellen neuen Mitarbeitern.

Mitarbeiter im Rechenzentrum: Die IT-Branche sucht dringend neue Fachkräfte. obs

Mitarbeiter im Rechenzentrum: Die IT-Branche sucht dringend neue Fachkräfte.

DüsseldorfNicht nur Innovationen locken Besucher aus aller Welt nach Hannover, wenn dort am 6. März die Computermesse CeBIT ihre Türen öffnet. Auch die zahlreichen Jobangebote, die die Aussteller im Gepäck haben, wirken magnetisch. Das alljährliche Hightech-Spektakel hat sich zur wichtigsten internationalen Jobbörse der Branche gemausert: Ob ultraschnelles Mobilfunknetz von morgen (LTE) oder neue Internet-Dienste, ob Hardware, Software oder Zubehör - der Bedarf an qualifiziertem Personal ist enorm.

Allein das Online-Stellenportal Monster verzeichnet zur CeBIT knapp 11.000 IT-Vakanzen. Und die aktuelle Studie „Recruiting Trends“ der Universitäten Bamberg und Frankfurt zeigt, dass alle befragten Top-300-Unternehmen der deutschen EDV- und Telekommunikationsbranche für dieses Jahr Einstellungen planen - vom Auszubildenden bis zum berufserfahrenen Profi.

Doch passende Kandidaten zu finden, fällt selbst Multis wie IBM, Microsoft oder Intel zunehmend schwer: 44 Prozent der befragten Unternehmen schätzen, dass ihre für 2012 prognostizierten Vakanzen nur schwer zu besetzen sein werden und fast 12 Prozent fürchten sogar, dass diese aufgrund eines Mangels an geeigneten Bewerbern unbesetzt bleiben werden. Bernd Kraft, Vice President General Manager, Monster Deutschland, sagt: „Die Branche boomt, aber der Fachkräftemangel ist die Achillesferse.“

Von ihrem Auftritt auf der weltgrößten Computermesse versprechen sich die Aussteller neben guten Geschäften daher auch verstärkt Kontakt zu potenziellen neuen Mitarbeitern. So sagt Marc-Stefan Brodbeck, Leiter Recruiting&Talent Service der Deutschen Telekom: „Auf der CeBIT tummeln sich die IT-Talente und -Experten auch, um sich über die vielfältigen Berufsbilder in der Hightech-Branche zu informieren. Dort können wir als Unternehmen Kontakte knüpfen und erste persönliche Gespräche führen.“

Dieter Scholz, Geschäftsführer Personal von der IBM in Deutschland, ergänzt: „Unsere Personalexperten informieren über IBM als Arbeitgeber, Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Personalprogramme und Einstiegschancen.” Konkret sucht Big Blue berufserfahrene Mitarbeiter, Experten und Führungskräfte in verschiedenen Wachstumsbereichen, von Cloud Computing bis zum Beratungsgeschäft.

Kommentare (1)

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emden09

07.03.2012, 17:53 Uhr

Vielleicht sollte man lieber den Unternehmen ein paar Tipps geben, wie sie angesichts des von Ihnen postulierten "Fachkräftemangels" an geeignete Bewerber kommen, statt Tipps für Bewerber zu veröffentlichen.

HR Abteilungen jedenfalls, die heute noch aktiv Bewerber

1. mit dunkler oder dunklerer Hautfarber
2. sogen. "Mullahbart"
3. Migrationshintergrund
4. mangelnden Deutschkenntnissen

aussortieren, sind selbst schuld, wenn sie offene Stellen nicht besetzen können.

Wir benötigen endlich auch in deutschen Unternehmen und deren traditionell ultrakonservativen HR-Abteilungen eine international Wettbewerbsfähige Tolleranzschwelle gegenüber fremden Kulturen und Migration.

Englisch muss gerade in Technologiezentrierten Unternehmen zur Projektsprache (nein zur Unternehmenssprache) Nummer eins (1) werden.

Beide letztgenannten finden Sie aber als HR-Berater in 90% aller Topp 100 Unternehmen Deutschlands NICHT. Das ist der Hauptgrund für "Fachkräftemangel" in der IT und einem Wettbewerbsnachteil gegenüber Ländern wie den USA, Großbritannien, Australien, Irland und Canada um nur mal die Top 5 der Einwanderungsländer für IT Experten aus aller Welt aufzuzählen.

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