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20.11.2014

10:33 Uhr

Kontrolle über Smartphone und Tablet

US-Sicherheitsfirma warnt vor Smartphone-Virus

Eine neue Schadsoftware ist im Umlauf. Diese gibt sich als System-Update für Androide aus und erlaubt Hackern die Kontrolle über Smartphone oder Tablet. Nutzer sollte Updates daher ablehnen und manuell durchführen.

Ein als System-Update für Android getarnter neuer Virus attackiert derzeit Smartphones und Tablet-PCs. Reuters

Ein als System-Update für Android getarnter neuer Virus attackiert derzeit Smartphones und Tablet-PCs.

San FranciscoEine US-Sicherheitsfirma warnt vor einem Virus, mit dem Hacker die Kontrolle über Smartphones und Tabletcomputer übernehmen wollen. Betroffen seien Geräte mit dem mobilen Betriebssystem Android des US-Internetriesen Google, teilte die Sicherheitsfirma Lookout am Mittwoch mit. Die seit 2012 grassierende Schadsoftware NotCompatible werde von den Cyberkriminellen ständig weiterentwickelt, um von Sicherheitsexperten nicht entdeckt zu werden.

NotCompatible gelangt den Angaben zufolge auf ein Smartphone, wenn der Nutzer eine infizierte Internetseite besucht. Die Schadsoftware gebe sich als System-Update aus und frage den Nutzer gar um Erlaubnis, auf seinem Handy installiert zu werden. Lookout rät deshalb, solche Update-Anfragen abzulehnen und im Einstellungsmenü des Handys selbst nach vorhandenen System-Updates zu suchen.

Die ständige Weiterentwicklung der Schadsoftware sei ein Zeichen dafür, dass Cyberkriminelle bei ihren Angriffen auf Handys und Tablets inzwischen Taktiken anwendeten, die bisher Angriffen auf Desktopcomputer vorbehalten gewesen seien, sagte Lookout-Sicherheitsexperte Jeremy Linden der Nachrichtenagentur AFP. Mobile Geräte seien allgegenwärtig. Für Kriminelle sei es ein "Jackpot", an vertrauliche Daten zu gelangen, führte Linden weiter aus. Deshalb setzten sie alles daran, an diese zu gelangen.

Vorrangiges Ziel von NotCompatible ist es nach Einschätzung von Lookout, die Kontrolle über mobile Geräte zu übernehmen und nicht Daten abzugreifen. Der Sicherheitsfirma zufolge würden infizierte Handys unter anderem zum Verschicken von Spam-Nachrichten und für dubiose Geschäfte missbraucht.

Von

afp

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