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12.01.2004

09:30 Uhr

Konzernchef Körber will RFID deutschlandweit starten

Metro überwacht Lieferkette per Chip

VonC. Schlautmann und K. Delaney (Handelsblatt / Wall Street Journal)

Der Handelsriese Metro AG holt zu einem großen Schlag aus, um die eigene Warenversorgung mit Hilfe intelligenter Etiketten erheblich zu verbessern.

Einkaufswagen vor einem Metro-Großmarkt Foto: dpa

Einkaufswagen vor einem Metro-Großmarkt Foto: dpa

HB DÜSSELDORF/NEW YORK. Auf einem Kongress des amerikanischen Einzelhandelsverbands NRF wird Konzernchef Hans-Joachim Körber heute in New York verkünden, dass Deutschlands größter Händler demnächst die gesamte Lieferkette vom Hersteller bis zu den einzelnen Märkten mit Hilfe so genannten RFID-Chips überwachen wird. Das erfuhr das Handelsblatt vorab in der Düsseldorfer Konzernzentrale.

Der Fahrplan steht bereits fest. Ab November werden zunächst rund 100 Lieferanten, die für 65 % des Einkaufsvolumens stehen, ihre Paletten und Transportverpackungen für zehn deutsche Metro-Zentralläger und rund 250 inländische Märkte der Vertriebslinien Metro Cash & Carry, Real SB-Warenhäuser, Extra Verbrauchermärkte und Galeria Kaufhof Warenhäuser mit den briefmarkengroßen RFID-Etiketten versehen. Bis Ende 2007 sollen alle rund 800 Märkte des Konzerns mit der neuen Technik ausgestattet sein.

Das Kürzel RFID steht für „Radio Frequenz Identification“ – eine Technologie, die berührungslose Übertragungen von Produktinformationen ermöglicht. Herzstück ist der so genannte Tag, ein winziger Computerchip mit Antenne, der auf Transport- und Produktverpackungen angebracht wird. Auf ihm ist eine Nummer gespeichert, vergleichbar mit dem traditionellen Strichcode, die Hersteller und Handel Aufschluss über Produktinformationen wie Mindesthaltbarkeitsdatum, Preis und Gewicht eines Artikels gibt. Seinen Inhalt gibt der Chip erst preis, wenn er von einem speziellen RFID-Reader angefunkt wird.

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