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25.07.2016

12:06 Uhr

Kostenloses Microsoft-Angebot endet

Was Sie jetzt zum Windows-Upgrade wissen sollten

VonChristof Kerkmann

Kostenlos, aber auch sinnvoll? PC-Nutzer bekommen das Upgrade auf Windows 10 nur noch bis zum 29. Juli gratis. Das Betriebssystem bietet hilfreiche Neuerungen, ist aber auch deutlich neugieriger. Eine Entscheidungshilfe.

Das neue System ist nicht für jeden das richtige. Reuters

Arbeit mit Windows 10

Das neue System ist nicht für jeden das richtige.

DüsseldorfEs ist die letzte Chance: Bis zum 29. Juli bietet Microsoft ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 an. Der Softwarekonzern macht massiv Werbung für sein neues Betriebssystem, trotzdem zögern viele Nutzer. Tatsächlich spricht einiges dafür, dass Angebot anzunehmen – aber es spricht auch einiges dagegen.

Neue Funktionen wie die digitale Assistentin Cortana können beispielsweise das Leben erleichtern. Allerdings ist Windows 10 auch deutlich neugieriger als die Vorgängerversionen. Handelsblatt Online bietet einen Überblick über die Vor- und Nachteile.

Wer das Gratis-Upgrade bekommt

Ein Jahr kostenlos

Bei der Markteinführung war es eines der wichtigsten Argumente: Windows 10 ist für viele Nutzer kostenlos, zumindest im ersten Jahr. Die Frist läuft nun am 29. Juli ab.

Eine einheitliche Basis

Das Kalkül hinter dem Angebot: Microsoft will eine einheitliche Basis schaffen, um Dienste wie Office 365 oder Onedrive besser vermarkten zu können. Hier sieht der Konzern seine Zukunft.

Angebot für Windows 7 und 8

Das Gratisangebot gilt für Windows 7 und 8.1. Nutzer erhalten Lizenzen mit ähnlichem Umfang: Wer Windows 7 Home Premium nutzt, bekommt beispielsweise Windows 10 Home. Wer eine Enterprise-Version verwendet, geht allerdings leer aus.

XP und Vista ausgeschlossen

Für die älteren Windows-Versionen XP und Vista bietet Microsoft kein Gratis-Upgrade an. Auch Windows RT, das auf Tablets mit ARM-Prozessoren läuft, lässt sich nicht aufrüsten.

Moderate Anforderungen

Die Anforderungen an die Hardware sind moderat: bei der 32-Bit-Version ein Prozessor mit einem Gigahertz, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, eine Grafikkarten mit DirectX 9 oder höher, dazu mindestens 16 Gigabyte Platz auf der Festplatte.

Realistische Einschätzung

Allerdings ist Windows 10 nicht empfehlenswert, wenn der Computer so gerade die Mindestanforderungen erfüllt. Dann könnte das System lahmen.


Windows 10 bleibt immer aktuell…

Bei der Entwicklung von Windows 10 folgt Microsoft einem neuen Prinzip: Computer erhalten laufend Aktualisierungen – „Windows as a Service“ nennt der Konzern das. Die Geräte laden also automatisch Sicherheitsupdates, neue Treiber und zusätzliche Funktionen herunter. Ein größeres Paket ist beispielsweise ab dem 2. August mit dem „Anniversary Update“ geplant.

Der Vorteil für Nutzer: Sie bekommen zeitnah neue Funktionen und haben stets ein aktuelles System. Der Vorteil für Microsoft: Wenn alle Windows-PCs eine einheitliche technische Basis haben, kann das Unternehmen darüber leichter Dienste wie seinen Online-Speicher Onedrive oder Office 365 anbieten.

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… auch in den nächsten Jahren

Die Entscheidung über Windows 10 hängt auch davon ab, wie lange ein PC oder Notebook seinen Dienst tun soll. Microsoft beendet den Support für Windows 7 im Januar 2020 und liefert ab dann keine Sicherheitsupdates mehr aus. Drei Jahre später wird auch Windows 8.1 nicht mehr mit Aktualisierungen versorgt. Spätestens dann sollten Nutzer unbedingt über einen Umstieg nachdenken – ob auf Windows 10 oder andere Betriebssysteme wie Linux.

Nun ist das noch einige Zeit. Allerdings sind PCs heutzutage durchaus fünf oder mehr Jahre im Einsatz. Wer halbwegs zeitgemäße Hardware hat, könnte vom Support-Ende durchaus betroffen sein.

Kommentare (16)

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Herr Tom Schmidt

25.07.2016, 12:13 Uhr

Also, ich habe einen nicht mehr taufrischen Laptop, der aber auch ständige Abstürze hat (dann kann man nicht mehr ins Internet, oder manche Programme starten).

Ich dachte das Betriebssystem-Update könnte das Problem lösen, es war aber dann noch viel schlimmer. Gleichzeitig konnte ich nicht erkennen, dass der Rechner mit dem neuen Betriebssystem schneller wurde. Daher bin ich wieder zurück zum alten Betriebssystem.

Ich glaube ich gehe auf Nummer sicher, ein Windows Laptop muss wohl sein, wegen (Online-Banking und Steuersoftware), ich werde aber dann mit dem aktuellen Laptop Experimente mit Linux machen wenn das alles gut läuft, versuchen komplett umzusteigen.

Herr Christof Kerkmann

25.07.2016, 12:15 Uhr

Sie können Linux übrigens parallel neben Windows installieren (auf einer eigenen Partition) und schauen, ob alles läuft. Das erleichtert die Umstellung!

Herr Toni Ebert

25.07.2016, 12:30 Uhr

Wir hatten mal einen relativ alten und massiv langsamen Laptop. Da unsere Schwiegermutter aber keine Börsen-Sachen auf ihrem PC laufen lässt, haben wir Linux installiert. Wir sind einfach begeistert, denn das alte Laptop ist deutlich schneller (Libre, Mozilla,...), als mein teurer, neuer PC mit Windows 10.

Leider muss ich Windows nutzen, da Trading Software nicht auf Linus läuft schade eigentlich.

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