Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.01.2007

13:10 Uhr

Kriminalität

LKA bereitet Schlag gegen Pädophile vor

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bereitet einen großen Schlag gegen Kinderpornografie vor. Wie ein LKA-Sprecher am Freitag in Stuttgart mitteilte, handelt es sich um mehrere tausend Verdachtsfälle aus Baden-Württemberg, Deutschland und weltweit.

LKA-Streife im Internet dpa

Internet-Polizei: Beamte des Landeskriminalamtes recherchieren nach Kinderpornografie im Internet (Archivbild).

dpa STUTTGART. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bereitet einen großen Schlag gegen Kinderpornografie vor. Wie ein LKA-Sprecher am Freitag in Stuttgart mitteilte, handelt es sich um mehrere tausend Verdachtsfälle aus Baden-Württemberg, Deutschland und weltweit.

Die Verdächtigen sollen mit kinderpornografischem Material im Internet gehandelt haben. Einzelheiten wollte der Sprecher bislang nicht nennen, um die noch laufenden Ermittlungen nicht zu behindern. Entdeckt wurden die Kriminellen von Beamten der so genannten Internetstreife. Diese solle verstärkt werden.

Seit Anfang 2005 klicken sich fünf LKA-Beamte durch das Internet. Sie suchen nach möglichen Sexualtätern, Pädophilen und Verbrechern wie Waffenschieber oder Wirtschaftskriminelle. Bei ihrer „Streife im Internet“ - auch anlassunabhängige Recherche genannt - gehen die Cyber-Polizisten nach eigenen Angaben stichprobenartig vor. Die Orte, die die Streife absurft, seien vielfältig: Die Spezialisten interessierten sich für Auktionshäuser ebenso wie für Tauschbörsen oder Chaträume, hieß es.

Zu den Schwerpunkten gehörten Sexualdelikte und Kinderpornografie. Bei ihrer Recherche gehen die Ermittler in der Regel nach dem gleichen Muster vor: Im Internet suchen sie sich eine Plattform heraus, von der sie wissen, dass sich dort auch Sexualstraftäter austauschen. Das Entdeckungsrisiko für Straftäter im Internet solle sich erhöhen.

Die Internetfahnder hatten zuletzt im vergangenen Mai weltweit 2000 Verdächtige aus der Pädophilenszene ermittelt, die mit Bildern und Videos regen Handel betrieben hatten. Die Spezialisten fanden dabei den Angaben zufolge unter anderem Bilder und Filme, in denen beispielsweise Kleinkinder unter „gewaltsamen und entwürdigenden Umständen“ sexuell missbraucht werden. Die Tatverdächtigen kamen aus 82 Nationen. Die Ermittler entdeckten Videos, auf denen zu sehen war, wie Kinder im Alter unter zwei Jahren missbraucht werden, „zum Teil gefesselt, grausam gequält und wie Ware präsentiert“.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×