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13.09.2011

09:55 Uhr

Legendäres Blog

Techcrunch-Gründer geht im Streit

Das legendäre US-Technologie-Blog Techcrunch muss künftig ohne seinen Gründer und Chefredakteuren Michael Arrington auskommen. Hintergrund ist ein heftiger Streit mit dem neuen Besitzer AOL.

Techcrunch-Gründer Michael Arrington. PR

Techcrunch-Gründer Michael Arrington.

Der Gründer und Chefredakteur von Techcrunch verlässt das populäre Technologie-Blog. Michael Arrington kümmere sich um seinen neuen Risikokapital-Fonds, teilte der Techcrunch-Mutterkonzern AOL am Montag mit. Damit endet ein Streit, der hohe Wellen geschlagen hatte.

Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war eben jener „Crunch-Fund“, mit dem Arrington in aufstrebende Internet-Firmen investieren will - ursprünglich neben seinem Job als Techcrunch-Chefredakteur. Das sorgte für einen Aufschrei in der Medienwelt. Kritiker fürchteten eine Vermischung von Interessen.

Denn Techcrunch berichtet über genau solche Unternehmen, in die das Geld des Fonds fließt. Oder über deren Konkurrenten. Längst hat sich das Blog als eine Art Filter etabliert. In Unternehmen, über die Techcrunch berichtet, fließen weit mehr Investorengelder. Können Reporter da noch objektiv bleiben? Arrington sagte ja, die AOL-Führung nein - und sie setzte sich letztlich durch.

"Mit Techcrunch, wie wir es heute kennen, könnte es vorbei sein", schrieb der Techcrunch-Autor MG Siegler auf dem Blog bereits vergangene Woche, als sich der Abschied Arringtons anbahnte.

Der Internetkonzern hatte Techcrunch vor etwa einem Jahr geschluckt, dem Blog dabei allerdings redaktionelle Unabhängigkeit zugesichert. Neuer Chefredakteur ist Erick Schonfeld, der seit 2007 bei Techcrunch arbeitet.

Von

dpa

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