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16.01.2009

10:02 Uhr

Leistungstest

Windows 7 unter der Lupe

VonIngo Pakalski (Nico Ernst und Andreas Sebayang)
Quelle:Golem.de

Bis zum 24. Januar kann die Betaversion von Microsofts neuem Betriebssystem noch kostenlos heruntergeladen werden. Warum es sich lohnt, Windows 7 einmal auszuprobieren, zeigt der aktuelle Leistungstest.

Viele Neuerungen von Windows 7 hätten sich die Anwender bereits für Windows Vista gewünscht. Foto: pr Quelle: Pressebild

Viele Neuerungen von Windows 7 hätten sich die Anwender bereits für Windows Vista gewünscht. Foto: pr

BERLIN. In Windows 7 hat Microsoft ganz neue Funktionen integriert und bestehende Komponenten umfassend überarbeitet. Wir haben uns vor allem die Verwaltung von Programmfenstern, die verbesserte Taskleiste und das Verhalten auf Notebooks genauer angesehen. In Benchmarks musste Windows 7 zeigen, wie es im Vergleich mit Windows Vista abschneidet, auch die Spieletauglichkeit wurde überprüft.

Eine besonders pfiffige neue Funktion von Windows 7 steckt hinter der Fensterverwaltung Aero Snap. Etwas Derartiges gibt es derzeit weder bei MacOS noch bei Linux. Mit Aero Snap können Programmfenster bequem auf Standardgrößen gesetzt werden. Wird das Fenster an den oberen Bildschirmrand gezogen, wird es maximiert. Beim Andocken an den linken oder rechten Bildschirmrand wird jeweils die halbe Displayfläche mit dem Fenster belegt. Dadurch lassen sich mühelos zwei gleich große Fenster nebeneinander positionieren.

In Aero Snap gibt es zudem die Möglichkeit, ein Fenster nur in der Höhe zu maximieren. Dazu wird das Programmfenster nach oben oder unten bis zum Bildschirmrand vergrößert. Daraufhin werden nur die Höhenmaße des Fensters maximiert, die Seitenmaße bleiben erhalten. Generell gilt: Sobald ein derart positioniertes Fenster vom Bildschirmrand weggeschoben wird, nimmt das Fenster die ursprünglichen Maße an.

Zum Minimieren anderer Fenster steht die Funktion Aero Shake bereit, die zwar nicht sonderlich intuitiv, dafür aber sehr einfach in der Benutzung ist: Wenn ein Fenster mit der Maus an der Titelzeile festgehalten und geschüttelt wird, minimiert das alle anderen Programmfenster. Die Übersichtlichkeit erhöht sich, weil keine störenden Fenster im Weg liegen. Mit einem nochmaligen Schütteln erscheinen die minimierten Fenster wieder.

Für alle Funktionen von Aero Snap stehen auch passende Tastenkürzel bereit, so dass der Anwender zum Glück nicht nur auf die Mausbedienung angewiesen ist. Mit der Windows-Taste in Kombination mit den Pfeiltasten nach oben und unten können Fenster unkompliziert maximiert und minimiert werden. Werden Pfeiltasten links und rechts zusammen mit der Windows-Taste betätigt, lässt das die Fenster in halber Größe an den seitlichen Bildschirmrand andocken.

Taskleiste bringt mehr Funktionen

Die auffälligste Änderung von Windows 7 ist aber die überarbeitete Taskleiste, die sich in vielen Bereichen anders als bei den Vorversionen verhält und deutliche Verbesserungen bringt. Die Tasksymbole belegen nun weniger Platz in der Leiste, weil die Programme standardmäßig nur noch durch ein Icon gekennzeichnet werden. Sobald mehrere Programmfenster einer Applikation geöffnet sind, werden sie wie gewohnt gruppiert, aber das Tasksymbol weist eine versetzte Umrandung auf, was den Eindruck mehrerer übereinander liegender Tasksymbole vermittelt. Dadurch sind gruppierte Programmfenster für den Anwender gut erkennbar, allerdings endet diese Umrandung immer mit der dritten Ebene. Somit ist nicht zu erkennen, wenn mehr als drei Programmfenster gruppiert sind.

In den Einstellungen der Taskleiste kann bei Bedarf die alte Darstellung mit dem Programmnamen im Tasksymbol aktiviert werden. Damit wird aber zugleich die Gruppierenfunktion abgeschaltet, mit der mehrere Fenster eines Programms zu einem Symbol vereint werden. Als weitere Neuerung können Verknüpfungen für den Start von Applikationen direkt in den Taskbereich abgelegt werden. Der frühere Schnellstartbereich wurde aufgegeben. Diese Verzahnung von Taskleiste und Programmstarter erinnert an das Dock in MacOS X.

Nur eine vergleichsweise unauffällige Markierung in der Windows-7-Taskleiste lässt eine Unterscheidung zwischen einem laufendem Programm und einer Verknüpfung zu. Ist die Taskleiste hingegen so konfiguriert, dass in Symbolen auch der Programmname erscheint, ist die Kennzeichnung eines laufenden Tasks absolut eindeutig. Möglicherweise legt Microsoft hier noch Hand an, um diese Unterscheidung für den Anwender in allen Konfigurationen transparent zu machen. Ferner lassen sich die Tasks nun beliebig sortieren, was bislang nur durch Zusatzsoftware möglich war, wie etwa Taskbar Shuffle.

Deutlich erweitert wurde die Vorschaufunktion in der Taskleiste, denn über die Miniaturbildchen lassen sich Programme sogar beenden beziehungsweise Fenster schließen. Aber auch Befehle zur Programmsteuerung können sich darin finden, wie das beim Windows Media Player der Fall ist. Und wenn sich der Mauspfeil über einem Vorschaubild befindet, wird das entsprechende Programmfenster kurzfristig nach vorne geholt. Mit diesen Maßnahmen kann sich der Anwender besser orientieren und Programme umfangreicher direkt über die Taskleiste steuern.

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