Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.01.2007

15:05 Uhr

dpa PALO ALTO. Forscher bei Hewlett-Packard haben eine Möglichkeit entdeckt, die Leistung von Chips mit Hilfe der Nanotechnologie bei geringerem Stromverbrauch deutlich zu verbessern. Noch in dieser Woche sollen erste Pläne des neuartigen Microprozessors veröffentlicht werden, teilte der amerikanische Computerkonzern in Palo Alto mit.

Mit immer kleineren Chips steuerten die Forscher heute auf eine „Kollision mit den Gesetzen der Physik“ zu, sagte Hewlett-Packard- Entwickler Stan Williams. „Im Nanobereich nehmen exzessive Hitzeentwicklung und fehlerhafte Arbeitsprozesse zu.“ Den Forschern bei HP sei es nun gelungen, konventionelle Cmos-Chips mit Schaltkreisen im Nanobereich zu kombinieren. Die Schaltkreise bestehen aus winzigen Nanodrähten, die im Zickzack gelegt Daten speichern oder als Schalter fungieren können. Vor allem in Mobilfunkgeräten oder in der Unterhaltungselektronik könnten diese Chips künftig zum Einsatz kommen.

Das neue Chip-Design soll vor allem die Fehleranfälligkeit deutlich senken und den Strombedarf der Chips erheblich verringern. Die Neuentwicklung soll bis zu acht Mal mehr logische Schaltkreise beherbergen als ein normaler Prozessor. Dabei könne aber mit herkömmlichen Transistoren gearbeitet werden, so dass sich die Chips im gewohnten Produktionsprozess herstellen ließen. Die neue Entwicklung sei „unglaublich“, zitierte das „Wall Street Journal“ James Ellenbogen von der gemeinnützigen US-Forschungsgesellschaft Mitre Corp. „Das spart uns fünf bis zehn Jahre Arbeit auf einen Schlag.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×