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16.03.2004

16:30 Uhr

Lösungen für Firmennetze im Mittelpunkt

IT-Branche verbreitet Optimismus

VonJ. Koenen (T. Nonnast und K. Slodczyk, Handelsblatt)

Allein an Zahlen lässt sich nicht erkennen, dass die Computer- und Telekommunikationsindustrie das Schlimmste überstanden hat: Bei der weltweit größten Messe dieser Branche, der Cebit vom 18. bis 25. März in Hannover, sind die Zahl der Aussteller und die Schaufläche erneut zurückgegangen. Die Industrie verbreitet aber Optimismus: Der Branchenverband Bitkom wird daher seine Wachstumsprognose zum Start der Cebit voraussichtlich auf 2,4 % von 2,0 % anheben.

Die IT-Branche trifft sich wieder auf der Cebit in Hannover, Foto: dpa

Die IT-Branche trifft sich wieder auf der Cebit in Hannover, Foto: dpa

HB HANNOVER. Mehr als 6000 Aussteller werden auf einer Fläche von 300 000 Quadratmetern das Neueste der digitalen Technologie vorstellen. Zwar hat sich die Cebit wieder stärker den Endverbrauchern geöffnet - einen Schwerpunkt bilden UMTS-Handys sowie PCs, die zu Hifi-Anlagen und Heimkinos aufgemotzt sind. Doch in erster Linie werden in diesem Jahr neue Lösungen rund um die Computernetze von Firmen zu sehen sein.

Es geht dabei nicht nur um Produkte zum besseren Schutz der Fir- men-Computernetze vor Viren und Würmern. Themen sind auch die Verknüpfung unterschiedlicher Hard- und Softwaresysteme sowie effizientere Speicherlösungen für die Datenflut und rechtliche Anforderungen für deren Archivierung.

Darüber hinaus geht es in vielen Unternehmen um die Frage, ob die Auslagerung der gesamte IT-Abteilung an einen Dienstleister nicht ohnehin billiger wäre. Konzerne wie IBM, CSC oder in Deutschland auch die Deutsche Telekom umwerben Unternehmen mit Angeboten zum so genannten "Outsourcing". Ebenso wie "Offshoring" ist dies zu einem Reizwort für die Beschäftigten der IT-Branche geworden, die ohnehin die zunehmende Verlagerung ihrer Jobs in Billiglohnländer fürchten.

So sind die Siemens-Pläne, Teile der Handyproduktion von Bocholt nach Ungarn zu verlagern, nur eines von vielen Beispielen. Auch das High-Tech-Wunderland USA verliert täglich zahlreiche qualifizierte Arbeitsplätze Richtung Osten. Die Cebit wird daher dieses Jahr nicht nur eine Produktschau, sondern auch ein Ort für Diskussionen über die Zukunft einer Branche sein, die lange als Jobmaschine galt.

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