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11.04.2011

12:22 Uhr

Maps

Google schickt Autos wieder los

Die Kamerawagen von Google sind wieder in Deutschland unterwegs. Doch diesmal geht es nicht um Googles Dienst Street View.

Ein Kameraauto von Google in Kalifornien. Die Google-Autos fahren wieder durch Deutschland, sind diesmal aber nicht für "Street View", sondern für Google Maps unterwegs. Quelle: dapd

Ein Kameraauto von Google in Kalifornien. Die Google-Autos fahren wieder durch Deutschland, sind diesmal aber nicht für "Street View", sondern für Google Maps unterwegs.

BerlinBeim aktuellen Einsatz gehe es aber nicht um Fotos für Google Street View, sondern um eine Verbesserung des Kartendienstes Google Maps, sagte Google-Sprecher Kay Oberbeck am Montag. Er dementierte einen Bericht des US-Portals Searchengineland.com vom Wochenende, wonach Google die Fotoaufnamen für Street View in Deutschland gestoppt habe. "Wir haben den Dienst doch erst vor einigen Monaten eingeführt. Daher gibt es keinen Grund, derzeit erneut Aufnahmen für Street View zu machen."

Oberbeck verwies auf einen entsprechenden Blogeintrag des Produktmanagers von Street View, Raphael Leiteritz, vom 28. Januar 2011. An dem dort veröffentlichten Plan habe sich nichts geändert.

"Es sind dieselben Autos, die wir auch für Street View genutzt haben - wir haben aber derzeit keine Pläne, die aufgenommenen Bilder in Street View darzustellen", schrieb Leiteritz damals.

Mit den aktuellen Aufnahmen wolle man die Informationen im Kartendienst Google Maps auffrischen. Es gehe beispielsweise darum, in den Karten Einbahnstraßen zu erkenne, lokale Geschäftseinträge in Google Maps mit Hilfe von Ladenschildern zu überprüfen oder 3D-Umrisse von Gebäuden für die Handy-Navigation mit Google Maps zu erstellen.

Street View, eine Ergänzung von Google Maps mit Panorama-Ansichten der Straßen, stieß in Deutschland auf heftigen Widerstand von Politik und Datenschützern. Im November ging der Dienst nach mehrjährigen Verhandlungen zunächst für 20 große deutsche Städte online. Die Straßenansichten weisen zahlreiche Lücken auf: Mehr als 244 000 Haushalte beantragten, die Fassaden ihrer Wohnhäuser unkenntlich zu machen. Gemäß der Vereinbarung mit den Datenschützern verpixelte Google die Gebäude direkt in den Originalaufnahmen.

Der Google-Konkurrent Microsoft streitet sich derzeit wegen des Straßen-Panoramadienst "Streetside" mit Datenschützern und der Politik. Die bayerische Datenschutzbehörde forderte für den Microsoft-Kartendienst eine Vorab-Widerspruchsmöglichkeit gegen die Veröffentlichung von Bildern der Hausfassaden. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) verlangte von Microsoft, sich auf den Standard einzulassen, den Google mit Street View in Deutschland gesetzt habe.

Von

dpa

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