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10.06.2013

22:12 Uhr

„Mavericks“

Apple stellt neues Mac-Betriebssystem vor

„Mavericks“ heißt die neue Version des Mac-Betriebssystems OS X. Bei der Präsentation gab sich Konzernchef Tim Cooks betont stolz: Die Zahl der Computer mit dem Apple-System steigt unaufhörlich.

Tim Cook sparte bei der Präsentation des neuen Betriebssystems nicht mit Zahlen. Reuters

Tim Cook sparte bei der Präsentation des neuen Betriebssystems nicht mit Zahlen.

San FranciscoApple sagt seinen Rivalen im Smartphone-Markt mit einer radikal erneuerten iPhone-Software den Kampf an. Die neue Version iOS 7 sei die größte Veränderung seit dem Start des iPhone 2007, sagte Apple-Chef Tim Cook am Montag auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco. Mit iOS 7 kommen zahlreiche neue Funktionen und eine deutlich veränderte Optik. Unter den weiteren WWDC-Ankündigungen sind eine komplette Neuauflage des Profi-Computers Mac Pro, eine neue Version des Mac-Systems OS X und ein Internet-Radio zum Anhören von Musik übers Internet. Einige Neuerungen wirken wie ein Gegenentwurf zur Google-Welt mit dem führenden Smartphone-System Android.

„iOS 7 zu installieren ist wie ein neues Telefon zu bekommen“, warb Manager Craig Federighi, der für die Technik hinter der Software zuständig ist. Eine neue Funktion ist das „Control Center“, bei dem man schnellen Zugriff zu wichtigen Einstellungen bekommt - und zusätzlich eine Taschenlampen-Funktion. Zudem erleichtert Apple den Wechsel zwischen Apps. Das im Vergleich zu anderen Plattformen umständlichere bisherige Verfahren war ein häufiger Kritikpunkt.

Alles rund um iTunes

Auch die Beatles sind dabei

2003 ging der iTunes Store mit 200.000 Songs an den Start, Apple erweiterte den Katalog aber stetig. Heute stehen rund 37 Millionen Lieder bereit, auch notorische Verweigerer wie die Beatles bieten ihre Musik dort mittlerweile an.

Von den USA aus in alle Welt

Seine Anfänge nahm iTunes in den USA, dem Heimatmarkt von Apple. Doch der iPod-Hersteller expandierte schnell: 2004 ging die Musik-Plattform in Deutschland an den Start, heute ist sie in 120 Ländern verfügbar.

25 Milliarden Songs in zehn Jahren

Die Beliebtheit des iTunes Music Store lässt sich an den Download-Zahlen ablesen. Die erste Milliarde hatte Apple im Februar 2006 zusammen, die zweite im Januar 2007. Im Februar 2013 vermeldete der Konzern, dass die Grenze von 25 Milliarden Songs erreicht sei.

Hollywood trifft Mathevorlesung

Apple hat iTunes inzwischen zu einer großen Videoplattform ausgebaut. Mehr als 65.000 Filme gibt es zum Ausleihen oder Kaufen, zudem mehr als 250.000 TV-Episoden. Zudem bietet Apple über iTunes U Lehrmaterialien an, darunter Videos von zahlreichen Vorlesungen.

Die eigene Musik in der Cloud

Im Cloud-Speicher von iTunes Match können Nutzer für 25 Euro im Jahr ihre eigene Musiksammlung ablegen. So haben sie von anderen Geräten aus Zugriff darauf.

Die Grundlage für den App Store

Auf der iTunes-Infrastruktur baut auch der App Store von Apple auf, in dem Nutzer Anwendungen für iPhone, iPad und iPod touch herunterladen können. Mehr als eine Million Apps stehen zur Verfügung.

Soziales Netzwerk Ping

Keinen Erfolg hatte Apple mit dem Musik-Netzwerk Ping, in dem sich Nutzer mit Freunden über Musik austauschen und Künstlern wie bei Facebook oder Twitter folgen können sollten. 2012 beendete der Konzern das Projekt nach zwei Jahren.

Über ein Internet-Radio war bereits spekuliert worden. Das „iTunes Radio“ wird direkt in Apples Musik-App eingebaut. Es sucht die Songs selbst aus, der Nutzer kann auch eine Musikrichtung oder ein Thema vorgeben. Der Dienst wird zunächst nur in den USA verfügbar sein.

Wie erwartet wurde der Austausch von Dateien wie Fotos zwischen Apple-Geräten mit einer neuen Funktion Namens „AirDrop“ erleichtert. Apps aktualisieren sich jetzt automatisch. Die Anbindung ans Auto wird in Kooperation mit einem Dutzend Herstellern - darunter Mercedes, Opel, Honda und Nissan - verbessert. App-Entwickler bekommen Zugriff zu 1500 neuen Schnittstellen und können damit neue Funktionen einbauen.

Optisch bekommt die iPhone-Software unter anderem ein klareres Design mit durchsichtigen Menüflächen sowie neue Farben und 3D-Effekte. Die Software trägt klar die Handschrift des Chefdesigners Jony Ive. Er ist seit Herbst nicht nur für das Aussehen der Geräte, sondern auch des Betriebssystems zuständig.

Das iPhone ist das wichtigste Produkt und der zentrale Gewinnbringer von Apple. Zuletzt hatte es immer mehr Kritik gegeben, iOS habe sich zu wenig verändert, während Konkurrenten wie Android oder Microsofts Windows Phone mutiger den Innovationsweg gingen.

Kommentare (6)

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Steinweg

10.06.2013, 22:08 Uhr

Wenn man schon von High Tech spricht, sollte man neben der Taschen-Lampen-Funktion auch auf einen Nagelreiniger bestehen.

blackbox

10.06.2013, 22:12 Uhr

Mac OS X ist das Desktop-Betriebssystem. iOS ist das mobile Spin-of dessen :)

pool

10.06.2013, 22:38 Uhr

Fehlt nur noch der Life-Ticker.

Ich sag' Euch was: das wird eine bittere Enttäuschung werden. Der Affe wartet schon hinter dem Ladentisch.

Am Firefox lässt sich beobachten, dass sich in den letzten Jahren nur noch die Versionsnummer erhöht. Und die tausende Apps lassen sich mit gutem Willen in 30 Funktionsweisen sortieren. Und davon braucht man 3. Die sind alle gleich.

Das Netz hat jeden Stein umgedreht, da ist nichts mehr zu entdecken. Die Spiele sind alle gleich, die Anwendungs-Softwäre ist immer gleich, und die neue Verpackung lebt auch nur von der Ankündigung. Da holt niemand mehr raus, nur weil der Prozessor ein paar MHZ höher getaktet ist.

So naiv kann keiner auf Dauer sein, jedes Viertel Jahr auf eine Zahl und ein verändertes Icon hereinzufallen.

Der iGod ist tot, Grossbildspektakel haben alle schon gesehen - Apple geht das Doping aus. Und Microsoft ist schon tot.

Das wird alle Technologiewerte treffen. Der Crash steht vor der Tür.

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