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25.01.2007

12:45 Uhr

Medien

ARD-Studie: Podcasts sind sinnvolle Ergänzung des Rundfunks

Podcasts sind nach einer Untersuchung der ARD keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung der traditionellen Radioprogramme. Dieses Ergebnis hatte nach Angaben vom Donnerstag die erste ARD-Podcast-Studie.

Podcast von Angela Merkel dpa

Der erste Video-Podcast von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Die ARD hält auch Audio-Podcasts für eine sinnvolle Ergänzung zum Radio.

dpa HAMBURG. Podcasts sind nach einer Untersuchung der ARD keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung der traditionellen Radioprogramme. Dieses Ergebnis hatte nach Angaben vom Donnerstag die erste ARD-Podcast-Studie.

Von Juli bis September 2006 wurden mehr als 10 000 Podcast-Nutzer auf den Internetseiten der einzelnen ARD-Sender und von ard.de befragt. Der Begriff „Podcast“ ist aus dem englischen Wort für Rundfunk, „Broadcast“, und dem Namen des MP3-Players „ipod“ zusammengesetzt. Er bezeichnet das Herunterladen von Audio- und Videodateien aus dem Internet zum zeitversetzten Hören oder Sehen.

Die Antworten belegen laut ARD, dass es keine konkurrierende Beziehung zwischen Podcasts und Radioprogrammen gibt. Stattdessen dienten die Hörfunkprogramme zur Orientierung bei der Auswahl eines Podcasts. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Podcast abgerufen wird, sei umso höher, je profilierter das Angebot in dem Radioprogramm sei.

Der Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission (HK), Frank Johannsen, sieht im Podcasting eine Chance, mit den ARD-Radioangeboten noch mehr Hörer zu erreichen. „Gleichzeitig sind unsere Podcasts die beste Werbung für die klassischen linear verbreiteten Radioprogramme.“ Besonders stark profitierten die Informations- und Kulturprogramme der ARD von der Möglichkeit, Sendungen oder Einzelbeiträge im Podcast zum Abruf bereitzustellen. Die Abrufer dieser Podcasts seien im Allgemeinen jünger als das entsprechende Radiopublikum. Gerade jüngere Podcast-Nutzer kämen auf diesem Wege erstmals mit einem Informations- oder Kulturprogramm in Berührung.

Besonders bei jüngeren Menschen sei der Trend zur zeit- und ortsunabhängigen Nutzung der Angebote deutlich. Schon die ARD-/ZDF- Online-Studie 2006 hatte ergeben, dass bereits vier Prozent der Deutschen Podcasts abrufen. Der „typische“ Podcast-Nutzer ist nach der Statistik männlich (63 Prozent), unter 40 Jahre alt (80 Prozent) und formal höher gebildet (75 Prozent). Die neue Podcast-Studie zeigt außerdem, dass die Podcast-Nutzer meist auch Intensiv-Nutzer sind. Rund 80 Prozent rufen und hören das Angebot regelmäßig ab, ein Viertel sogar täglich. Im Schnitt nutzt jeder „Podcaster“ 8,1 verschiedene Angebote, die zum überwiegenden Teil nicht nur gesammelt, sondern auch gehört werden.

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