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07.01.2004

15:26 Uhr

Microsoft reagiert auf Beschwerden der Internet Service Provider

Kampf den alten Viren auf neuen Computern

Auch neue Computer sind vor Viren und Würmern nicht sicher. Bevor das gute Stück vom Gabentisch infiziert wird, sollten einige Sicherheitsaspekte beachtet werden. Microsoft stellt dazu ein Programm zum Entfernen des Blaster-Wurms zur Verfügung.

hiz DÜSSELDORF. Kaum ist das Weihnachtsfest vorbei und die Computer, die auf dem Gabentisch lagen an das Internet angeschlossen, haben einige Neuanwender die ersten schlechten Erfahrungen gemacht. Viren sind über das Internet in das gute Stück gelangt. Im Gegensatz zu weiten Teilen der Wirtschaft haben die Virenautoren keine Feiertagspause eingelegt. Im neuen Jahr sind schon wieder eine Reihe neuer Viren oder Abarten bekannter Schädlinge aufgetaucht. Als besonders resistent erweist sich der Blaster-Wurm, der seit dem Sommer im Internet sein Unwesen treibt. Während die meisten Unternehmen ihre Virenscanner aktualisiert haben, liegt bei den Privatanwendern noch vieles im Argen. Viele Internetprovider beklagen, dass der Blaster trotz seiner langen Lebenszeit immer noch nicht ausgerottet ist. Microsoft, dessen Betriebssysteme Windows 2000 und Windows XP Opfer des Schädling sind, hat die Initiative ergriffen und kostenlos ein Programm bereitgestellt, mit dem die Artefakte des Wurms entfernt werden können.

Neben diesen Altlasten prognostiziert der Antiviren Hersteller Trend Micro für das kommende Jahr, dass Viren-Programmierer noch gezielter als bisher die Schwachstellen der IT-Infrastruktur angreifen. Darüber hinaus rechnen die Spezialisten damit, dass auch 2004 E-Mail-Würmer wieder an oberster Stelle in der Rangfolge der Bedrohungen stehen werden. Viren-Programmierer richten ihre Angriffe immer gezielter gegen Schwachstellen in weit verbreiteten Applikationen und Betriebssystemen, wie zum Beispiel dem Microsoft Internet Information Server (IIS), Apache und dem Microsoft SQL Server. Die Viren und Würmer werden sich demnach über verschiedene Methoden verbreiten. Einmal auf einen Rechner gelangt werden Firewall und Antiviren-Programme ausgeschaltet. Darüber hinaus erwarten die Fachleute, dass die schädlichen Programme vermehrt so genannte Backdoors aufmachen, die unerwünschten Besuchern den Zugriff auf den Rechner erlauben. Dann liegen alle auf dem Rechner gespeicherten Daten offen im Internet.

Damit aus der Freude über das Geschenk nicht gleich Frust wird, empfiehlt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rechtzeitig vorzubeugen. Dazu gehört nach Ansicht der Bonner Fachleute, dass auf jedem PC ein Anti-Viren-Programm, eine Firewall, eine Dialerschutzsoftware sowie ein Verschlüsselungsprogramm installiert ist. Damit PC-Nutzer nicht alleine stehen bietet das BSI Hilfestellungen an.

Die Experten empfehlen neben dem Schutz der Rechner einen zusätzlichen Schutz der Daten. Regelmäßige Sicherheitskopien sind nicht nur hilfreich, wenn ein Virus den Rechner infiziert hat. Auch wenn die Festplatte ihren Dienst aufgibt sind die wertvollen Informationen nicht verloren. Mit CD- oder DVD-Brennern sind diese Kopien schnell und preiswert anzulegen.

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