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12.05.2017

11:07 Uhr

Microsoft-Update

Erst Windows macht das Smartphone perfekt

VonAxel Postinett

Das aktuelle Update von Windows 10 ist noch nicht auf allen Rechnern angekommen, da kündigt Microsoft schon das nächste an. Ehrgeiziges Ziel: Windows soll für Besitzer von iPhones und Android-Handys unverzichtbar werden.

Nutzer des Microsoft-Betriebssystems müssen sich erneut auf große Änderungen einstellen. AP

Windows-Chef Terry Myerson

Nutzer des Microsoft-Betriebssystems müssen sich erneut auf große Änderungen einstellen.

SeattleWenn im Herbst beziehungsweise im „fall“, wie die Amerikaner sagen, die Blätter fallen, werden Windows-Nutzer die länger werdenden Abende nutzen, um sich in ihr neues Windows einzuarbeiten. Mit dem „Fall Creators Update“ werden sie sich an eine neue Oberfläche gewöhnen müssen. Die Steuerung an sich bleibt nach aktuellem Stand zwar praktisch unverändert. Das Microsoft „Fluent Design“-System bietet jedoch eine ansehnliche optische Auffrischung mit 3D-Animationen und farblichen und interaktiven Neuerungen. Fast möchte man meinen, die halbtransparenten Fenster von Windows Vista sind zurück.

Es wird viele kleine und größere Änderungen geben, nicht alle sind schon bekannt. Viele von ihnen sollen besonders für Nutzer von Apple- und Google-Smartphones so attraktiv sein, dass sie ihre Geräte freudig in die Windows-Welt einbinden werden.

Microsoft: Eine halbe Milliarde Menschen nutzen Windows 10

Microsoft

Eine halbe Milliarde Menschen nutzen Windows 10

Die Veröffentlichung des Betriebssystems Windows 10 ist keine zwei Jahre her. Microsoft-Chef Nadella verkündet nun, dass die 500-Millionen-Nutzermarke geknackt wurde. Die Cloud-Dienst-Ausrichtung ist in vollem Gange.

Da wäre etwa ein neues Clipboard, mit dem man Dateien oder Fotos zwischen beliebigen eigenen Geräten hin und her kopieren kann. Das umfasst auch iPhones oder Android-Geräte. Damit ist das Ende der ewigen E-Mails an die eigene Adresse in Sicht, um eine Datei schnell auf ein anderes Gerät zu bekommen.

Die sogenannte Timeline ermöglicht, nach einem Gerätewechsel seine Arbeit an der Stelle weiterzuführen, wo man aufgehört hat. Wer den PC ausgemacht hat, findet sich auf seinem iPad, seinem Surface- oder Android-Tablet dann in der App wieder, in der er zuletzt gearbeitet hat. Es wird zudem einfach sein, nachzuschauen, was man vor ein paar Tagen gemacht hat, und dort noch einmal nachzuhaken. Fehlt auf dem iPhone die Word- oder Excel-App, wird sie auf Wunsch direkt installiert.

Die Geschichte von Microsoft Windows

1975

Am 4. April gründen die Kindheitsfreunde Bill Gates und Paul Allen das Unternehmen.

1980

Microsoft bekommt von IBM den Auftrag, ein Betriebssystem für den geplanten Personal Computer zu liefern. Microsoft bietet ein zugekauftes Programm unter dem Namen MS-DOS an. Microsoft kann MS-DOS auch anderen Herstellern verkaufen, so legt es der Deal fest.

1985

Microsoft veröffentlicht das erste - quasi noch unbrauchbare - Windows, eine grafische Erweiterung für MS-DOS.

1987

Microsoft stellt Windows 2 vor. Apple wirft Microsoft Ideenklau vor und klagt vor Gericht. In dem komplizierten Rechtsstreit kann sich Microsoft fünf Jahre später endgültig durchsetzen.

1990

Windows 3.0 erhält eine komplett neue Oberfläche. Die Nachfolgeversion 3.11 (1994) gilt als die erste wirklich brauchbare Windows-Variante.

1993

Mit Windows NT stellt Microsoft ein 32-Bit-System für Workstations und Server vor.

1995

Windows 95 wird mit einem zuvor unüblichen Marketing-Aufwand auf den Markt gebracht.

1998

Windows 98 kommt als Weiterentwicklung von Windows 95 auf den Markt.

2000

Windows Me ist das letzte Betriebssystem, das auf MS-DOS aufsetzt. Diese Windows-Variante galt als besonders fehleranfällig.

2001

Im Oktober bringt Microsoft Windows XP heraus, sein langlebigstes Betriebssystem. XP setzt auf der Architektur der Windows-NT-Familie auf.

2007

Windows Vista verkauft sich zwar gut, ist aber bei Nutzern unter anderem wegen umständlicher Bedienung unbeliebt.

2009

Windows 7 soll die Schwächen von Vista ausbessern.

2012

Windows 8 verfügt über zwei unterschiedliche Benutzeroberflächen: eine Kacheloptik für Tablet Computer und ein herkömmlicher Windows-Desktop für PCs. Anwender vermissen den beliebten Start-Button. Ein Jahr später wird das System auf die Version 8.1 aktualisiert.

2015

Mit Windows 10 bietet Microsoft eine einheitliche technische Plattform für PCs, Tablet-Computer und Smartphones an. Das Start-Menü kehrt auf den PC zurück.

Der Online-Speicher One Drive wird „intelligent“ und lässt den Zugriff auf einzelne Dateien zu, ohne dass man sie auf die Festplatte runterladen muss. Gigabyte-große Fotoarchive verschwinden dann in der Cloud und belegen nicht mehr den teuren Platz auf modernen Flash-Speicherplatten oder im Smartphone.

Ein Raunen ging am Donnerstag durch den Saal in Seattle, als auf der Hausmesse Microsoft Build angekündigt wurde, dass Apples iTunes im Laufe des Jahres im Windows Software-Shop erscheinen soll. Das ist ein wichtiger Schritt, um das erst vergangene Woche vorgestellte Windows 10 S (das „S“ steht für Shop) voranzubringen. Windows 10 S erlaubt ausschließlich die Installation von Windows-Shop-Software. Alte Programme wie iTunes müssen für den Shop neu verpackt werden.

Kommentare (2)

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Frau Lana Ebsel

12.05.2017, 11:30 Uhr

Dann wird die Polizei überflüssig, denn man muss nur noch Windows fragen, wer was wann und wo gemacht hat.

Herr Matthias Moser

12.05.2017, 13:25 Uhr

Microsoft darf träumen

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