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24.03.2006

21:45 Uhr

Microsoft verschiebt nächsten Marktstart

Auch „Office 2007“ kommt erst später

Nach den Verzögerungen beim Betriebssystem Windows Vista verschiebt der US-Softwarehersteller Microsoft jetzt überraschend auch die Markteinführung des neuen Office-Updates. „Office 2007“ war ursprünglich noch in diesem Jahr erwartet worden.

Screenshot von der Benutzeroberfläche der ersten Testversion des neuen Office-Pakets von Microsoft.

Screenshot von der Benutzeroberfläche der ersten Testversion des neuen Office-Pakets von Microsoft.

HB SEATTLE. Die neue Version des Büroanwendungspakets werde im Einzelhandel nicht vor 2007 erhältlich sein, teilte Microsoft am Freitag mit. Das gelte auch für die Variante, die Computerhersteller auf neuen PCs vorinstallieren. Nur Unternehmenskunden sollen die Programme bereits im Oktober dieses Jahres erhalten. Bisher war von einem Start im zweiten Halbjahr 2006 die Rede gewesen. Microsoft liege dennoch im Zeitplan, betonte das Unternehmen. Technische Verzögerungen gebe es nicht.

Office umfasst unter anderem vier Programme für Textverarbeitung (Word), Tabellenkalkulation (Excel), Präsentationen (Powerpoint) und E-Mail (Outlook). Die neue Version der Software-Sammlung soll eine völlig neu gestaltete Oberfläche haben, die den Anwender mit weniger Mausklicks zum Ziel führen soll.

Der Softwarekonzern habe sich nach Rücksprache mit den Händlern entschieden, das neue Software-Paket gemeinsam mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista auszuliefern, teilte Microsoft mit. Vergangenen Mittwoch hatte das Unternehmen bereits überraschend angekündigt, die breite Markteinführung des lange erwarteten Nachfolger von Windows XP von November diesen Jahres auf Januar 2007 zu verschieben. Windows Vista ist das erste große Update des Betriebssystems seit der Einführung von Windows XP Ende 2001. Den PC-Herstellern verhagelt diese Entscheidung das Weihnachtsgeschäft. Entsprechend kritisch war die Entscheidung in der Branche aufgenommen worden.

Zur Umstrukturierung der Windows- und Internet-Sparte gab Microsoft weitere Details bekannt. So soll Mike Nash seinen Stuhl als Leiter der Abteilung für Sicherheitstechnologie für Ben Fathi räumen. Welche Rolle Nash in Zukunft spielen soll, wurde bislang nicht bekannt gegeben. Künftig soll der Geschäftsbereich aus acht Einzelbereichen bestehen. Neu hinzu kommen die „Windows Live Platform Group“, die „Online Business Group“ und die „Market Expansion Group“. Bereits am Donnerstag war bekannt geworden, dass der ehemalige Assistent von Bill Gates, Steven Sinofsky, die Leitung der gesamten Geschäftsbereiches übernimmt.

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