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24.01.2005

17:15 Uhr

IT + Telekommunikation

Microsoft verzichtet auf Berufung gegen EU-Urteil

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft verzichtet darauf, EU-Sanktionen auf dem Rechtsweg vorläufig aussetzen zu lassen. Der Konzern werde nicht gegen das Urteil des EU-Gerichts Berufung einlegen, das vor einem Monat die Sanktionen der EU-Kommission in vollem Umfang bestätigt hatte.

Microsoft

Microsoft-Schriftzug auf dem Messegelände in Hannover.

dpa BRÜSSEL. Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft verzichtet darauf, EU-Sanktionen auf dem Rechtsweg vorläufig aussetzen zu lassen. Der Konzern werde nicht gegen das Urteil des EU-Gerichts Berufung einlegen, das vor einem Monat die Sanktionen der EU-Kommission in vollem Umfang bestätigt hatte.

Das teilte ein Microsoft-Sprecher am Montag in Brüssel mit. Der Softwarekonzern konzentriere sich darauf, seinen Wettbewerbern die geforderten Information über Software-Schnittstellen bereitzustellen. Zudem gebe es für Computerhersteller eine Version des Betriebssystems Windows, aus der der Windows Mediaplayer zum Abspielen von Musik und Videos ausgekoppelt ist. Diese spezielle europäische Windows-Version solle für Einzelhändler in den kommenden Wochen verfügbar sein.

Microsoft teilte mit, die „normale“ Klage beim EU-Gericht Erster Instanz gegen den Kommission-Beschluss vom März 2004 werde hingegen aufrechterhalten. Dieses Verfahren kann sich nach ergänzenden Angaben Jahre hinziehen. Zu dem Kommissionsbeschluss hatte auch ein Rekordbußgeld von 497 Mill. Euro gehört. Das EU-Gericht Erster Instanz hatte am 22. Dezember einen Antrag auf eine einstweilige Anordnung von Microsoft auf Aussetzung der EU-Sanktionen vollständig zurückgewiesen.

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