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24.03.2011

14:18 Uhr

Mobile Computer

Wird das iPad zum Totengräber des PC?

VonStephan Dörner

Am Freitag beginnt in Deutschland der Verkauf des iPad 2. Apple-Chef Steve Jobs persönlich spricht schon von der Ära nach dem PC. Eins ist sicher: Der Umgang mit dem PC verändert sich unter dem Einfluss des Tablets.

Das iPad 2 ist ab Freitag 17 Uhr in Deutschland erhältlich. Einige rufen bereits das Ende des PCs aus. Dabei gibt es gute Gründe, die dagegen sprechen. Quelle: dpa

Das iPad 2 ist ab Freitag 17 Uhr in Deutschland erhältlich. Einige rufen bereits das Ende des PCs aus. Dabei gibt es gute Gründe, die dagegen sprechen.

DüsseldorfDie Art, wie wir Computer nutzen, verändert sich zunehmend: Der Siegeszug mobiler Geräte wie Apples iPad lässt den klassischen PC fast schon wie ein Werkzeug von gestern erscheinen.

Triebfeder dieser Entwicklung ist das mobile Internet, das Webinhalte wie Nachrichten und Videos immer und überall verfügbar macht. Wurden Computer in der Vergangenheit noch überwiegend dazu genutzt, Software auszuführen, dienen sie inzwischen für die Mehrzahl der Menschen als Fenster zur Welt – um Nachrichten zu lesen, Videos anzusehen oder mit Freunden zu kommunizieren.

Geht es nach Apple-Chef Steve Jobs, wird das ab Freitag in Deutschland erhältliche iPad 2 den Weg in die „Ära nach dem PC“ ebnen. Neuere Marktzahlen zeigen tatsächlich, dass die Tablets in Konkurrenz zum klassischen PC stehen. So kappte jüngst das Marktforschungsinstitut Gartner seine Prognose für das Wachstum des PC-Markts im Jahr 2011 von 15,9 auf 10,5 Prozent. Die besonders leichten Netbooks werden dabei von Gartner noch zum PC-Markt gezählt, die Tablet-Computer dagegen nicht. Experten erwarten, dass der Siegeszug des Tablets andauern wird: Die IT-Marktforscher von Forrester etwa rechnen damit, dass es Apple noch in diesem Jahr gelingen wird, 24 Millionen Exemplare des iPad 2 zu verkaufen.

Die Unterscheidung zwischen Netbooks und Tablets hat Gründe. Denn Netbooks sind vollwertige Computer, auf denen dieselbe Software laufen kann wie auf den stationären PCs und großen Laptops. Auf Apples iPad, das den Tablet-Markt bisher fast komplett dominiert, läuft dagegen das mobile Betriebssystem iOS mit speziell angepassten Apps. Einen ähnlichen Weg wählen mit Googles Android-System auch die meisten Konkurrenten.

Kommentare (2)

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AndreAdrian

24.03.2011, 22:09 Uhr

Microsoft und Apple

Microsoft und Intel vertreten die Strategie der Rückwärtskompatibilität. Hr. Ballmer kann in Sonntagsreden die Zukunft beschwören, aber das Brot- und Buttergeschäft von Microsoft ist es alte Software auf neuen MS-Windows Versionen am Laufen zu halten.
Apple hat seinen Kunden schon einige Plattform-Wechsel zugemutet. Die Apple Erfahrung ist genau das Gegenteil der Microsoft Erfahrung. Solange das Gehäuse "cool" ist, bestehen die Apple Kunden nicht darauf das auf alle Ewigkeit eine Motorola 68000 kompatible CPU verbaut wird.
Apple hat die Freiheit die Rechenleistungs zu Batterielaufzeit Balance nach Belieben zu wählen. Microsoft ist auf Gedeih und Verderb auf das Intel Angebot angewiesen. Und Intel liebt die GHz Raserei. Jeder tragbare Computer mit CPU Lüfter ist heute schon ein potentieller Ladenhüter, auch mein eigener Laptop.

zarakthuul

25.03.2011, 08:12 Uhr

Wenn auf dem Tablet eine Tabellenkalkulation so einfach ist wie auf dem PC, und ich 100 Datensätze zügig in eine Datenbank eingeben kann, dann beginne ich auch an das Ende des PC zu glauben. So wie es jetzt ist, ist es nur Hype!

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