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06.01.2006

18:35 Uhr

dpa MüNCHEN. Auch 2005 hat der deutschen Tonträgerindustrie nicht die erwartete Trendwende gebracht. Die Umsätze lagen um 6,5 Prozent unter Vorjahr, nachdem sie 2004 um 3,6 und 2003 sogar um 19,8 Prozent geschrumpft waren, sagte Michael Haentjes, Vorstandsvorsitzender der deutschen Phonoverbände und Chef der Edel Music AG.

„Die erhoffte Kompensation durch die digitalen Medien ist ausgeblieben. Die schweren Zeiten sind noch nicht vorbei, das Musikgeschäft bleibt dauerhaft schwierig“, sagte Haentjes im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“. Der Umsatz sei seit 1997 von 2,59 auf 1,59 (2004) Mrd. Euro geschrumpft. Hauptursache ist die illegale kostenlose Verfügbarkeit von Popmusik über das Internet.

„Wir brauchen einen deutlich verbesserten Urheberrechtsschutz“, forderte Haentjes. In ihrem Kerngeschäft, der Popmusik, verdiene die Branche praktisch kein Geld mehr. Der früher so wichtige Single-Markt sei zusammengebrochen. „Eine verbesserte Rechtsordnung muss dieser Entwicklung Einhalt gebieten. Sonst wird die Branche weiter Umsatz und Beschäftigung verlieren.“

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