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25.01.2010

08:20 Uhr

In den USA startet YouTube einen Versuch mit einem gebührenpflichtigen Online-Video-Verleih. Das Angebot soll schrittweise ausgebaut werden. dpa

In den USA startet YouTube einen Versuch mit einem gebührenpflichtigen Online-Video-Verleih. Das Angebot soll schrittweise ausgebaut werden.

dpa-afx CANNES. "Live-Streams von Konzerten könnten sehr geeignet sein für ein Pay-per-View-Modell", sagte YouTube-Manager Patrick Walker in Cannes am Rande der Musikmesse Midem. Die Erfahrungen mit den bislang über Werbung finanzierten und für die Nutzer kostenlosen Konzerten von U2 im vergangenen und Alicia Keys in diesem Jahr seien sehr gut gewesen.

In dieser Woche startet YouTube in den USA einen Versuch mit einem gebührenpflichtigen Online-Video-Verleih - mit fünf Filmen von unabhängigen Filmemachern, die auf dem Sundance Festival in San Francisco gezeigt werden. Doch das Angebot soll schrittweise ausgebaut werden.

"Wir werden auch künftig vor allem ein werbefinanziertes Portal sein, aber Bezahlinhalte können in manchen Segmenten sinnvoll sein", sagte Walker, YouTube-Direktor für Videopartnerschaften in Europa. Im Moment würden weltweit täglich eine Milliarde Videos über das Portal angeschaut; bei einem Siebtel davon - also eine Milliarde Videos pro Woche - flössen Werbegelder an YouTube und darüber an die Rechteinhaber der Videos.

Für die deutsche Musikverwertungsgesellschaft Gema ist das aber möglicherweise nicht genug. Der Ende März 2009 ausgelaufene Vertrag zwischen der Gema und dem Portal über die Nutzung von Musikvideos auf der deutschen YouTube-Seite ist immer noch nicht verlängert. "Wir arbeiten hart daran, eine Lösung zu finden, aber die Dinge sind komplex", sagte Walker. Indirekt machte er die Gema für die Hängepartie verantwortlich. "Wir brauchen einen willigen Partner, um Wachstum zu erzielen und nicht einen, der uns mit kostspieligen Lizenzen behindert (...) In den Niederlanden und in Großbritannien konnten wir uns mit den Verwertungsgesellschaften einigen."

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