Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.02.2012

11:58 Uhr

Nach Festnahmen

Anonymous legt Interpol-Website lahm

Interpol verkündet einen Schlag gegen Anonymous. In verschiedenen Ländern wurden 25 mutmaßliche Mitglieder der Hacker-Gruppe festgenommen. Das Hacker-Kollektiv nimmt Rache.

Demonstranten mit Guy-Fawks-Masken halten in Budapest (Ungarn) waehrend eines Protests gegen das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA. Bei Razzien in mehreren Ländern in Südamerika und Europa sind nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol 25 mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe Anonymous festgenommen worden. dapd

Demonstranten mit Guy-Fawks-Masken halten in Budapest (Ungarn) waehrend eines Protests gegen das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA. Bei Razzien in mehreren Ländern in Südamerika und Europa sind nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol 25 mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe Anonymous festgenommen worden.

Paris/BerlinInterpol gegen Anonymous: Bei einem internationalen Polizeieinsatz in Lateinamerika und Europa sind 25 mutmaßliche Internet-Aktivisten festgenommen worden. Die lose organisierte Hacker-Gruppe legte danach in der Nacht zum Mittwoch für einige Zeit die Website der internationalen Polizeiorganisation lahm.

Interpol sprach bei den Festnahmen von einer Aktion gegen „koordinierte Cyber-Attacken, die von Argentinien, Chile, Kolumbien und Spanien ausgingen“. Die Festgenommenen im Alter zwischen 17 und 40 Jahren stünden im Verdacht, unter anderem Webseiten des kolumbianischen Verteidigungsministeriums, des chilenischen Stromunternehmens Endesa und der dortigen Nationalbibliothek angegriffen zu haben. Insgesamt wurden nach diesen Angaben bereits Mitte Februar in 15 Städten 250 Computer, Handys, andere elektronische Geräte sowie Kreditkarten und Bargeld beschlagnahmt.

Die Anonymous-Bewegung setzt sich für den freien Datenfluss, Meinungsfreiheit und gegen Zensur ein. Unter dem Decknamen starteten Aktivisten schon zahlreiche Angriffe auf Banken, Kreditaktenfirmen, oder auch auf staatliche Einrichtungen. Die Hacker-Vereinigung ist aber nur locker organisiert; im Prinzip kann jeder sich für sie ausgeben, ohne dass das Gegenteil bewiesen werden kann. Eine beliebte Waffe der Netzaktivisten sind sogenannte DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service), mit denen ohne viel Aufwand Webseiten lahmgelegt werden können. Dabei werden die Server mit Anfragen überflutet bis sie in die Knie gehen. Zuletzt traf es unter anderem Websites des US-Geheimdiensts CIA, der Bundespolizei FBI und des US-amerikanischen Justizministeriums.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×