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05.03.2004

11:40 Uhr

Neue Varianten bekannter Schädlinge

Flut neuer Würmer verunsichert Nutzer

VonHans Schürmann (Handelsblatt)

Nicht nur Mitarbeiter in vielen Unternehmen haben sich in dieser Woche über den massiven Angriff von Würmern gewundert, auch der Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) war von den Attacken immer neuer Varianten von Beagle, Netsky oder MyDoom betroffen.

Zahllose E-Mails sind mit dem Computervirus Netsky-D infiziert, Foto: dpa

Zahllose E-Mails sind mit dem Computervirus Netsky-D infiziert, Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Virenscanner und Firewall haben zwar glänzend pariert und die verseuchten Mails entschärft, „doch die vielen Nachrichten im Postfach, mit dem Hinweis des Sicherheitssystems, dass wieder ein Angriff abgewehrt wurde, nerven schon mächtig“, berichtet BSI-Mann Michael Dickopf.

Nach Einschätzung von Sicherheitsexperten sind die aktuellen Virenattacken an sich nicht beunruhigend. Bemerkenswert sei jedoch die Schnelligkeit, mit der sich immer neue Varianten der bekannten Würmer im Netz verbreiten. Das hält nicht nur die Hersteller von Antivirensoftware auf Trab. Symantec, Sophos, Trend Micro und Co müssen für jeden neuen Schädling eine neue Signatur erstellen, mit der die Virenscanner in die Lage versetzt werden, den jeweiligen Wurm sicher zu identifizieren. Diese Updates müssen den Kunden möglichst schnell zur Verfügung gestellt werden – eine Herausforderung, wenn an einem Tag gleich mehrere Varianten der Würmer auftauchen.

Auch die Internet-Surfer müssen reagieren. Die schnelle Folge neuer Schadprogramme fordert von den Nutzern eine erhöhte Disziplin. Sie müssen sich in immer kürzeren Abständen, die Updates aus dem Netz laden. „Während viele Unternehmen ihre Antivirenprogramme automatisch aktualisieren, haben die meisten Nutzer diese Funktion deaktiviert und bringen ihren Virenscanner – wenn überhaupt – nur hin- und wieder auf den neuesten Stand“, sagt Guido Sanchidrian, Sicherheitsexperte beim Antivirenhersteller Symantec. „Bei der Aktualisierung der Antivirensoftware liegt bei den Anwendern noch einiges im Argen“, bestätigt BSI-Sprecher Dickopf, „sonst hätten wir nicht diese hohe Verbreitung der Würmer.“

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