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05.02.2012

16:56 Uhr

Neuentdeckung auf Kuba

Fidel Castro hält Internet für „revolutionär“

Kubas Ex-Präsident Fidel Castro entdeckt auf die alten Tage etwas völlig Neues: Das Internet. „Wir müssen lernen, damit umzugehen“, sagt er und erklärt das Ding vor lauter Begeisterung zum „revolutionären Instrument“.

Ob Fidel Castros Buch auch als E-Paper erhältlich ist, lässt sich möglicherweise mit der revolutionären Internet-Durchsuchmaschine „Google“ ermitteln. AFP

Ob Fidel Castros Buch auch als E-Paper erhältlich ist, lässt sich möglicherweise mit der revolutionären Internet-Durchsuchmaschine „Google“ ermitteln.

HavannaKubas Altpräsident Fidel Castro hat das Internet zu einem „revolutionären Instrument“ erklärt. Bei der Vorstellung zweier neuer Memoirenbände sagte der ehemalige Staatschef nach Angaben der Zeitung „Granma“: „Das Internet ermöglicht die Aufnahme und die Aussendung von Ideen, in zwei Richtungen. Und wir müssen lernen, damit umzugehen.“

In Kuba ist die Nutzung des Internets sehr eingeschränkt. Freien Zugang haben nur Privilegierte. Oppositionelle müssen sich den Zugang jeweils teuer in Hotels erkaufen.

Die Memoiren basieren auf Antworten, die der 85-Jährige der Journalistin Katiuska Blanco gab. Auf 1000 Seiten berichtet Castro über die Zeit bis 1958. Er kündigte eine Fortsetzung an: „Ich muss die Zeit nutzen, denn die Erinnerung wird schwächer“, sagte er.

Von

dpa

Kommentare (3)

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lachkraehe

05.02.2012, 21:20 Uhr

Ist das ein lieber Altächzer! Im Internet, da kann man(n) einfach alles tun, was im Kommunismus ja verboten ist, ne?
Castro in seinen Knackaltenlenzen... Eine Lachnummer zum Krähen am Wochenende bzw. -beginn. Danke HB

Account gelöscht!

05.02.2012, 23:52 Uhr

Fidel Castro hat versucht eine alternative Gesellschaft dieser Welt, gegen alle, zu etablieren. Kommunismus hin, Diktatur her. Keine Entschuldigung für den alten Herrn! Man sieht, aber, wie alle Führer mit dem gleichen Wasser kochen. Vor Jahren haben wir, belegt, dem Regime die Demokratisierung, per Direkter Qualifizierter Demokratie und dem Medium Internet vorgeschlagen! Erst haben die Herren in Havanna um neue Ausprägungen der Gesellschaftsform der Zukunft gerätselt, jetzt entdecken sie das Internet. Hatten wir alles vorgekaut, wie es ginge, aber ein Körnchen im Getriebe hat unser ehrliches Angebot unterlaufen!

bjarki

06.02.2012, 05:00 Uhr

Das Internet ist der Klassenfeind des Kommunismus, weil es eine Demokratiemaschine ist.( mit allen seinen Nachteilen)
Castro zeigt eindeutig den Nebel, der sich um kommunistisches Gedankengut immer legt: Den Blick in nur eine Richtung. Ein Blick in die Vergangenheit, dank Internet.

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