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27.01.2010

20:58 Uhr

Neuer Tablet-Computer

Apple lässt das iPad aus dem Sack

VonAxel Postinett

Das iPad ist da, Apples neue Wunderflunder. Der mit Spannung erwartete Tablet-Computer soll die Lücke zwischen iPhone und Laptop füllen. Gelingt der Kultmarke mit dem Apfel der nächste große Wurf? Was Apple-Jünger von dem Gerät erwarten dürfen.

SAN FRANCISCO. Das iPad ist da. In der Form eines auf das Format einer Schreibmaschinenseite aufgeblasenen iPhones kommt der lang erwartete Tablet-PC von Apple mit einem auf 9,7 Zoll vergrößerten Touchdisplay auf den Markt. Nach Aussagen von Apple-CEO Steve Jobs soll er die Lücke zwischen iPhone und Laptop füllen, was heutige Netbooks nicht könnten. „Die sind nur billiger als Laptops, aber können nichts besser.“

Das neue Gerät ist in der Bedienung mit dem iPhone absolut vergleichbar, mit Lagesensor, Wlan, Bluetooth und zahlreichen integrierten Funktionen von E-Mail über Musikplayer bis zu Google Maps, Video- und Filmdownloads. Die vorgestellte iPad-Ausgabe der „New York Times“ ermöglicht das Abspielen eingebetteter Videos direkt in der Zeitungsseite, Geschichten können für später gespeichert oder einzeln abgefordert werden. Der iPad kommt mit einem vollständigen Webbrowser. Gene Munster, Senior Analyst bei Piper Jaffrey, sagte gegenüber dem Handelsblatt er rechne im ersten Jahr mit einen Absatz von zwei bis vier Millionen Geräten. Langfristig werde das Gerät auf jeden Fall "zweistellige Millionenstückzahlen" verkaufen, dafür müssten aber die Preise noch sinken und das Inhalteangebot verbessert werden.

Das iPad sei auf jeden Fall ein "Gamechanger". Er sieht mittelfristig starken Preisdruck auf Netbooks und E-Readeranbieter wie Sony oder Amazon. Michael Gartenberg, Analyst bei Interpret in Teneck, NJ, hält den iPad ebenfalls für grundsätzlich gelungen. "Apple hat ihn genau für das maßgeschneidert, was er können soll. Das ist ein riesiger Unterschied zu Laptops mit Windows und einem E-Readerprogramm drauf." Dieser Vergleich zielt auf Microsoft und den auf der diesjährigen CES vorgestellten HP Tablet-PC, den er nicht als Konkurrenz sieht.

Die neuen Zeitungen im iPad werden über Apples App-Store vertrieben werden, der generelle Zugangsweg für alle Apps auf mobilen Apple-Geräten. Bis heute wurden über drei Mrd. Downloads von iPhone-Apps gezählt. Die Zahl der Apps selber hat die Marke von 140 000 überschritten, so Jobs. „Dieser Erfolg hat regelrechte Schockwellen durch die Mobile-Softwareindustrie gesendet“, stellt etwa Patrik Pfander von Futuresource anerkennend fest. Apple habe 70 Prozent des Marktes in der Hand, den die britischen Marktforscher bis 2013 auf rund 15 Mrd. Dollar wachsen sehen.

Kommentare (2)

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martin24

28.01.2010, 07:30 Uhr

Ob die vollmundigen Prophezeiungen des Herrn Jobs in der Realitaet bestehen und vor allem die "newspaper" und "book" APPs sich international mit wirklichen inhalten fuellen lassen, das wird die Zukunft zeigen. Sicher ist den Angebotsbietern bei Verhandlungen mit Apple Zurueckhaltung geboten!

PDFOK

01.07.2010, 16:04 Uhr

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