Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.10.2012

07:51 Uhr

Neues Betriebssystem

Microsoft startet Windows 8 mit Kampfpreisen

Seit heute ist Windows 8 weltweit verfügbar. Mit dem Betriebssystem will Microsoft im Tablet- und Smartphone-Markt zur Konkurrenz aufschließen. Den Besitzern älterer PC macht das Unternehmen ein verlockendes Angebot.

Neues Betriebssystem

Windows 8 und Surface

Neues Betriebssystem: Windows 8 und Surface

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

New YorkMicrosoft hat mit einer großen Werbekampagne sein neues Betriebssystem Windows 8 auf den Markt gebracht. Seit Freitag ist die Software weltweit verfügbar. Hersteller wie Acer, Asus, Samsung und Sony versprachen mehr als hundert verschiedene Geräte dafür. Zudem verkauft hat Microsoft den ersten eigenen Tablet-Computer Surface.

Für den Software-Giganten geht es um sehr viel. Mit einer einheitlichen Plattform für PC, Laptop, Tablet und Smartphone will das Unternehmen künftig wieder ganz vorne mitspielen. Rivalen wie Apple und Google hatten in den vergangenen Jahren außerhalb des Kern-PC-Marktes viel Boden gewonnen.

„Wir haben Windows neu erfunden“, verkündete Konzernchef Steve Ballmer zum offiziellen Startschuss am Donnerstag in New York. Für das Unternehmen und seine Kunden beginne eine neue Ära. „Wir haben das Beste aus allen Welten vereint.“ Windows 8 laufe auf klassischen PCs und auf Tablets, es sei perfekt zum Arbeiten und zum Spielen geeignet. Er erwartet 670 Millionen Umsteiger mit vorhandenen PC und 400 Millionen verkaufte Windows-Geräte jährlich.

Den Start von Windows 8 will Microsoft mit speziellen Angeboten ankurbeln. Bis Ende Januar verkauft das Unternehmen sein neues Betriebssystem zu deutlich reduzierten Einführungspreisen. „Wir wollen möglichst schnell eine kritische Masse im Markt erreichen“, sagte Christian Illek, neuer Geschäftsführer von Microsoft Deutschland. Das Timing für die Markteinführung sei sehr gut. „Das vierte Quartal ist traditionell das Hardware-Quartal“, sagte Illek. Den Start sollen umfangreiche Marketingkampagnen flankieren, darunter eine breit angelegte TV-Werbeaktion.

Die Version Windows 8 Pro gibt es bis zum 31. Januar als Download für 30 Euro, kündigte Microsoft an. Im Handel schlägt die Software auf einer DVD mit 60 Euro zu Buche. Ab Februar steigt der Preis dann auf 280 Euro. Nutzern von Windows 7, die ihr altes System ab Juni 2012 gekauft haben, bietet Microsoft bis Ende Februar für 15 Euro ein Upgrade auf Windows 8 an. Wer ein Gerät mit Windows 8 erwirbt, kann im Handel auf DVD über das Pro-Pack auf Windows 8 Pro aufstocken - bis Ende Januar für 60 Euro, danach für 160 Euro.

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

26.10.2012, 08:58 Uhr

Steve in Redmont hat den Trend der mobilen Welt massiv verschlafen.
Sie sassen auf dem hohen Ross und haben immer maechtigere und kompliziertere Systeme generiert.
So sind auch ihre Softwarefuzzis programmiert.
Ob Big MS das aendern kann bezweifle ich.
Mit dem Hype und $30 kann man diese Einstellung nicht aendern.
Wir warten auf die Kehrtwendung im Stae of Washington!!

Account gelöscht!

26.10.2012, 10:10 Uhr

Warum kostet Windows überhaupt mehr als 30$ ?
280 $ sind für den größten Virus der Welt wohl mehr als übertrieben! Müßte MS nicht eigentlich für die Nutzung der Hardware (Resourcenfresser) Miete bezahlen ?

Lucifer-Reloaded

26.10.2012, 10:27 Uhr

Dien von den Nasa-Astronauten im Weltraum eingesetzten Computer haben das Bord des 80486-DX - das Anfang der 90-ger Jahre das Topmodell war. Warum? Niedriger Stromverbrauch. Heutige PCs sind schon kleine Heizlüfter - weil seit Jahrzehnten der folgende Trend läuft: Software wird ineffizient programmiert und dennoch leistungsfähiger, ermöglicht wird das durch zunehmend leistungsfähigere Prozessoren und größere Speicher. Die Sache hat einen gewaltigen Haken, nämlich den hohen Stromverbrauch. So ein Gerät für Textverarbeitung zu nutzen, ist so, als würde man einen riesigen US-Truck einsetzen, um einen Einkauf im Supermarkt zu machen.

Die steigenden Strompreise und die sinkende Kaufkraft in breiten Schichten werden dem herrschenden Trend ein Ende setzen, und der Umstand, dass man mit 5 Jahre alten PCs und Betriebssystemen längst alles machen kann, was 99% der Nutzer insofern befriedigt, wird auch den Neuabsatz zunehmend erschweren. Das einzige, was heutigen PCs wirklich fehlt, sind "unknackbare" und dennoch leicht zu nutzende Firewalls und Virenschutzprogramme, doch da ist nach wie vor nichts in Sicht.

Windows, Dell und Co. werden sich an andere Zeiten gewöhnen müssen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×