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27.01.2005

13:40 Uhr

IT + Telekommunikation

Nokia überrascht trotz Gewinnrückgang 2004 positiv

Der finnische Handyhersteller Nokia hat im letzten Jahr mit seinen neuen Modellen der unteren Preisklasse alle Absatzrekorde gebrochen, aber auch weniger verdient.

dpa HELSINKI. Der finnische Handyhersteller Nokia hat im letzten Jahr mit seinen neuen Modellen der unteren Preisklasse alle Absatzrekorde gebrochen, aber auch weniger verdient.

Wie der weltweit größte Anbieter von Mobiltelefonen am Donnerstag in Helsinki mitteilte, stieg der Marktanteil 2004 mit 207,7 Mill. verkauften Handys auf 32 Prozent, während der Vorsteuergewinn um 14 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro sank. Vor allem wegen eines überraschend starken vierten Quartals kletterte der Aktienkurs nach Bekanntgabe der Bilanz um 7,9 Prozent auf 11,82 Euro.

Von Oktober bis Dezember schraubte Nokia seinen Marktanteil mit der Rekordzahl von 66,1 Mill. verkauften Handys auf 34 Prozent und landete mit einem Nettogewinn von 23 Cent je Aktie weit über den eigenen Erwartungen, die zwischen 16 und 18 Cent lagen. „Das hat die Fähigkeit unseres Teams zur Anpassung an einen überraschend schnell wachsenden Markt gezeigt“, sagte Konzernchef Jorma Ollila. Er erneuerte seine bisherige Prognose, wonach der weltweite Handymarkt mit derzeit 1,7 Mrd. Mobilfunknutzern bis zum Jahresende um zehn Prozent bei einem Branchenabsatz von 643 Mill. Telefonen wachsen wird.

„2004 war für uns eine harte Herausforderung“, sagte Ollila. Vor allem wegen einer schwachen ersten Jahreshälfte sei der Vorsteuergewinn gesunken. Der Umsatz verminderte sich um 1 Prozent auf 29,3 Mrd. Euro. Nokia hatte nach einhelliger Meinung von Marktbeobachtern den Trend zu aufklappbaren Handys verschlafen und vor allem gegenüber den Konkurrenten Sony Ericsson und Samsung erheblich an Boden verloren.

Trotz des betont positiven Jahresabschlusses wiederholte Ollila aber nicht früher geäußerte Zielsetzungen wie das Erreichen eines weltweiten Marktanteils von 40 Prozent. Den generellen Trend zu vorsichtigeren Strategien bei weniger explosivem Wachstum und härterer Konkurrenz in der Handybranche hatte Nokia auch durch die Ankündigung von Entlassungen mehrerer hundert finnischer und deutscher Forschungs- und Entwicklungs-Mitarbeiter unterstrichen.

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