Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.03.2012

10:40 Uhr

Nutzerdaten

Ermittler untersuchen Googles Schnüffelei

Mit einem Software-Kniff sicherte sich Google die Daten von Nutzern des Apple-Browsers Safari. Das beschäftigt nun Behörden in den USA und Europa, die gegen Google ermitteln.

Wer mit Safari im Netz surfte, konnte von Googles Tracking erfasst werden. dapd

Wer mit Safari im Netz surfte, konnte von Googles Tracking erfasst werden.

Der technische Trick, mit dem Google die Datenschutz-Einstellungen des Safari-Browsers von Apple umgangen hat, wird laut einem Zeitungsbericht von Regulierern in den USA und Europa untersucht. Im schlimmsten Fall könne dem Internet-Konzern eine sehr hohe Strafe drohen, schrieb das „Wall Street Journal“ am Freitag unter Berufung auf informierte Personen.

Google hatte einen Weg gefunden, beim Safari-Browser für iPhone, iPad und Personal Computer ohne Zustimmung der Nutzer sogenannte Cookies zu hinterlassen. Das sind kleine Dateien, mit denen sich das Verhalten im Netz teilweise nachverfolgen lässt. Die inzwischen gestoppte Praxis wurde vor rund einem Monat ebenfalls vom „Wall Street Journal“ öffentlich gemacht. Google betonte schon damals, es seien keine persönlichen Informationen erfasst worden.

Der Fall hat mit der Funktionsweise von Safari und dem Online-Netzwerk Google+ zu tun. Der Apple-Browser lässt - anders als etwa Firefox, Chrome oder Internet Explorer - standardmäßig keine Cookies von Drittanbietern wie etwa Online-Werbefirmen zu. Ein Nutzer muss sie erst aktiv freischalten - was die wenigsten tun. Als Google im vergangenen Jahr nach dem Vorbild des „Gefällt mir“-Buttons von Facebook seinen eigenen „+1“-Knopf zum Beispiel auch in Werbeanzeigen startete, hatte der Internet-Konzern daher bei Safari ein Problem: Die Technik dahinter funktioniert nur mit Cookies.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×