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23.03.2012

09:35 Uhr

Nutzungsbedingungen

Facebook gibt nicht mal mehr vor, Daten zu schützen

Quelle:Zeit Online

Wer Facebook nutzt, ist selbst schuld. So lassen sich die neuen Nutzungsbedingungen zusammenfassen. Datenschützer und Nutzer kritisieren diese Chuzpe.

Wer Facebook nutzt, ist selbst schuld. dpa

Wer Facebook nutzt, ist selbst schuld.

HamburgDie Ankündigung von Facebook erweckt den Eindruck, die Meinung der Leser sei den Autoren wichtig und sie würden ihnen unter Umständen sogar die Möglichkeit zur Mitsprache einräumen. Dieser Eindruck täuscht: Am 15. März 2012 teilte Facebook seinen Nutzern mit, dass eine Änderung der Nutzungsbedingungen geplant sei.

Verbunden war das mit der Bemerkung, diese Änderungen könnten nun sieben Tage lang diskutiert werden: „Please review these proposed updates under the 'Documents' tab of the Facebook Site Governance Page and leave any comments.“

Facebook schreibt auch bislang schon in seinen Nutzungsbedingungen, dass man mehrere Alternativen eines Plans zur Abstimmung stellen wird, wenn es mehr als 7.000 Kommentare zu einer Änderung gibt.

Kommentiert wurde recht ausführlich, Hunderte Kommentare stehen darunter. Auch die deutsche Version wurde offensichtlich von einigen gefunden, dort sind ebenfalls mehrere Hundert Kommentare versammelt. Aber 7.000 Postings zu einer „konkreten Änderung sind es nicht.

Wohl, weil das entsprechende Dokument mit den neuen Regeln gut versteckt war. Lediglich zwei Millionen der über 800 Millionen Facebook-Nutzer folgen der Governance-Seite, auf der es stand und wurden somit davon benachrichtigt.

Trotzdem sollte es das Unternehmen bedenklich finden, dass keiner der Kommentare positiv ausfiel. Viele schrieben darunter, dass sie die Änderung komplett ablehnen oder sie schrieben Bemerkungen wie die folgende: „Dear Facebook, if you want to own, exploit and sell even more of my personal information and the content presented by me: 1) ask for it very, very, very nicely 2) pay me 3) give me an opportunity to say 'no'.” Übersetzt: Wenn Ihr mehr von meinen Daten wollt, dann solltet ihr sehr nett fragen, mich dafür bezahlen, oder mir die Möglichkeit geben, Nein zu sagen.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

23.03.2012, 11:36 Uhr

Wer Facebook nutzt ist wie jemand, der die Stasi aufgefordert haette, alle Daten ueber ihn zu sammeln.

Fuer mich ist Facebook ein Tummelplatz der Schwachen, welche nach Bindung suchen und der Angeber, die so gerne immer ihre tollen Erlebnisse der ganzen Welt erzaehlen wollen - mehr nicht.

Die peinliche Dummheit dieser Leute ihre Person offenzulegen, habe ich jetzt mal aussen vorgelassen. All meinen Bekannten, habe ich ausdruecklich untersagt ein Photo reinzustellen wo ich drauf bin. Die Gesichtserkennung ist der naechste Schritt und ich moechte da nicht reingezogen werden - keine Stasi mit mir und auch nicht wegen der Dummheit dieser Duemmlinge.

heikogeise2233

23.03.2012, 12:44 Uhr

Hallo Stubi,

vllt verkennst du die ganze Sache ein wenig:
"Tummelplatz der Schwachen" "welche nach Bindung suchen" "Angeber".
Vielleicht ist dir entgangen, dass weltweit mehr als 800 Mio Menschen auf dieser Seite sind.
800 Mio = 0,8 Milliarden. Das entspricht ungefähr 10 % der Weltbevölkerung. Absolut einmalig und noch nie dagewesen.

Deiner Meinung nach sind das alles dumme Leute, die ihre Daten offen preisgeben.
Vielleicht ist es jedoch auch anders, dass diese Menschen sich einfach digital vernetzen wollen (ähnlich wie früher ICQ, MSN) und nicht informiert sind über die Gefahren/Nachteile (vorallem die jüngeren, die mit dem Medium aufwachsen/aufgewachsen sind).
Die Mentalität geht dahin, sparen, schnäppchen, günstiger, umsonst. Doch das ALLES einen Preis hat wird vergessen.

Übrigens:
Du kannst dich fast nicht davor schützen, da du all deine Freunde "unter Kontrolle" haben musst um zu erreichen, dass diese tatsächlich nichts von dir veröffentlichen.
Dies ist vermutlich bereits geschehen, aufgrund ihrer Smartphones, deren Kontakte (Handynr, emailadressen) bereits mit den Google, Windows oder Apple Servern synchronisiert wurden (ein Abbild liegt auf deren Server).
Zudem sammelt Facebook auch heftig Daten von nicht angemeldeten Nutzern (via Email Friend Finder -> Werden alle Kontakte die in einem Email Account gespeichert sind durchsucht und vermutlich auch verknüpft mit informationen.
Zudem speichert Facebook über den Like Button auch DEIN Browseverhalten.

Wege aus dem Schlamassel sind:
a) Bezahldienste, diese sind nicht (FINANZIELL und somit wirtschaftlich) darauf angewiesen, deine Daten zu verkaufen
b) Weg von der geiz ist geil Mentalität und immer MEHR, Wachstum etc.

Account gelöscht!

30.03.2012, 16:36 Uhr

Wer glaubt, dass FB 800 Millionen natürliche Personen als Mitglieder hat, glaubt wohl auch, dass der Münchner Verkehrsverbund eine halbe Milliarde unterschiedliche Menschen pro Jahr befördert. Nein, es gibt jede Menge Fake Accounts und Leute, die unter verschiedenen Nicknames angemeldet sind. Die 800 Millionen sind Teil einer Börsenstory.

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