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14.05.2012

16:21 Uhr

Online-Krimispiel

Tatort-Fans überlasten ARD-Server

Der Ludwigshafener „Tatort“ ist vorbei - doch die Suche nach dem Mörder geht im Internet weiter. Allerdings wollten offenbar zu viele Hobby-Kriminalisten gleichzeitig den Mörder finden - und zwangen so den Serer in die Knie.

Die Schauspieler Ulrike Folkert (l) alias Lena Odenthal und ihr Kollege Andreas Hoppe alias Mario Kopper ermitteln online weiter - mit Hilfe des Zuschauers. dpa

Die Schauspieler Ulrike Folkert (l) alias Lena Odenthal und ihr Kollege Andreas Hoppe alias Mario Kopper ermitteln online weiter - mit Hilfe des Zuschauers.

StuttgartNach dem ersten "Tatort" mit anschließender Online-Tätersuche ist am Sonntagabend kurzzeitig der Server zusammengebrochen. Erstmals in mehr als 40 Jahren "Tatort" waren die Zuschauer dazu aufgerufen, den Mörder im Internet selbst zu ermitteln, wie der Südwestrundfunk (SWR) am Montag in Baden-Baden mitteilte.

Den SWR-"Tatort" mit Schauspielerin Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal verfolgten am Sonntagabend im Ersten durchschnittlich 8,37 Millionen Zuschauer. Nach Senderangaben war "Der Wald steht schwarz und schweiget" der Quotensieg vom Sonntag und entsprach einem Marktanteil von 24,6 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren es 19,3 Prozent.

Auch im Internet war der Andrang groß. Trotz des halbstündigen Server-Ausfalls beteiligten sich bis zum Montagmorgen rund 20.000 Fans an der Online-Ermittlung auf der Webseite sowie bei Facebook und Twitter. "Das Rätsel ist so angelegt, dass die Leute über mehrere Tage spielen können", sagte Guido Bülow, Social-Media-Manager beim SWR, auf dapd-Anfrage.

Einige Internetnutzer hätten die Ergebnisse von Spurensicherung, Gerichtsmedizin sowie die Ermittlungsakten bereits ausgewertet und den Täter ermittelt. "Das hat sicher einige Stunden gedauert", sagte Bülow. Alle übrigen Fans haben noch bis Sonntag Zeit, das Quiz zu lösen. Dann veröffentlicht der Sender den Namen des Täters im Internet.

Die Aktion „Tatort+“ ist eine Erweiterung des SWR-„Tatorts“. Interessierte können unter anderem über das soziale Netzwerk Facebook die Rolle der Fahnder übernehmen. Sie sollen Indizien, Aussagen und Laborereignisse finden und interpretieren, damit der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben werden kann.

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