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27.09.2013

13:46 Uhr

Online-Netzwerk

Facebook ermöglicht nachträgliches Editieren von Beiträgen

Facebook hat eine neue Funktion eingeführt: Nutzer können Einträge nun nachträglich bearbeiten. Das soll zum Beispiel dem Korrigieren von Rechtschreibfehlern dienen. Doch es gibt auch Kritik an dem neuen Feature.

Mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern ist Facebook das beliebteste Online-Netzwerk. AFP

Mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern ist Facebook das beliebteste Online-Netzwerk.

BerlinNutzer des Online-Netzwerks Facebook können seit Freitag ihre veröffentlichten Einträge im Nachhinein bearbeiten. Facebook führte die Funktion für persönliche Profile ein, wie das Unternehmen bestätigte. Posts auf Facebook-Seiten können nach wie vor nicht verändert werden. Die Funktion ist bereits auf der Internetseite und in der Android-App abrufbar. Sie soll demnächst auch für das iPhone-Betriebssystem iOS zur Verfügung stehen.

Über den Menüpunkt „Bearbeiten“, der direkt über den Posts erscheint, können Nutzer ihre bereits veröffentlichten Nachrichten verändern und beispielsweise Rechtschreibfehler ausbessern. Die Veröffentlichungszeit ändert sich nicht, allerdings wird der Post mit dem Hinweis „Bearbeitet“ versehen. Wenn andere Nutzer auf den Hinweis klicken, sehen sie alle vorangegangenen Versionen.

Wie schütze ich meine Daten vor Facebook?

Welche Daten sollte ich in sozialen Netzwerken veröffentlichen?

Wer ein Profil in einem Netzwerk anlegen möchte, muss persönliche Daten preisgeben. Wichtig sind dabei zwei Entscheidungen: Welche Daten gebe ich an – und wer darf diese Daten lesen? Wer soziale Netzwerke zur Jobsuche nutzt, sollte einen kleinen Einblick in seine persönlichen Interessen geben. Kritisch können aber etwa Fotos aus dem Privatleben sein: Denn so weiß schnell auch der Arbeitgeber, was auf der Feier am vergangenen Wochenende geschehen ist. Der beste Datenschutz ist natürlich, Daten gar nicht erst zu veröffentlichen. Und: Das nachträgliche Löschen von Daten nützt nicht immer etwas – häufig finden sich irgendwo Spuren der alten Informationen oder Fotos.

Wie kann ich verhindern, dass Facebook mein Surfverhalten aufzeichnet?

Seiten wie das Technikportal Heise.de binden den „Gefällt mir“-Knopf nicht direkt ein, sondern laden ihn erst, wenn der Nutzer das wünscht. Diese Funktion gibt es aber nur auf wenigen anderen Seiten. Wer die Datensammlung abwehren will, kann verhindern, dass der Facebook-Knopf geladen wird. Nutzer des Browsers Firefox können dazu den Werbeblocker AdBlock-Plus nutzen. Wie sie die Filterregeln richtig einstellen, lässt sich leicht mit einer Suchmaschine herausfinden. Das Verfahren funktioniert auch mit anderen Netzwerken wie Google+. Facebook-Mitglieder können auch ihre Cookies löschen, sodass der Server nicht erkennt, dass er ein Mitglied vor sich hat.

Welche Daten sammelt Facebook durch den „Gefällt mir“-Knopf?

Viele Websites binden den „Gefällt mir“-Button von Facebook ein. Ob das Soziale Netzwerk beim Besuch einer solchen Seite Daten sammelt, hängt davon ab, ob der Nutzer ein Facebook-Konto hat. Von Nicht-Mitgliedern wird die IP-Adresse an das Unternehmen übertragen. Diese eindeutige Zahlenkombination bekommt ein Internetnutzer zugewiesen, wenn er sich ins Internet einwählt – sie funktioniert wie das Nummernschild am Auto. Bei deutschen Nutzern werden die letzten Stellen der Ziffernfolge allerdings gestrichen, sodass die Daten anonym sind. Von Mitgliedern wird mehr übertragen: Unter anderem die Seite, auf welcher der Facebook-Knopf geladen wurde, die Uhrzeit und der Browsertyp, den der Surfer nutzt. Ob jemand Mitglied ist, erkennt Facebook an einem Cookie, einer kleinen Textdatei, die beim Einloggen auf seinem Computer gespeichert wird.

Was passiert mit den Daten, die im Internet über mich gesammelt werden?

Oft werden die Informationen für Werbung verwendet, die genau auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten ist. Arbeitgeber nutzen das Internet auf der Suche nach Informationen über Bewerber. Die leichtsinnige Preisgabe persönlicher Daten kann aber auch finanzielle Folgen haben. So nutzen Kriminelle immer wieder Kreditkarten-und Bankverbindungsdaten, um illegal Geld abzubuchen.

Nachträgliches Bearbeiten war auf Facebook bisher nur für Kommentare und Bildunterschriften erlaubt. Das neue Feature stieß bereits auf Zustimmung. „Bye-bye Tippfehler“, schrieb zum Beispiel ein Nutzer auf Twitter. Es gibt aber auch Kritik: Posts mit vielen Likes könnten im Nachhinein mit Werbebotschaften gespickt werden, schreibt etwa das Technik-Magazin „t3n“ auf seiner Internetseite.

Von

dpa

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