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25.01.2012

10:38 Uhr

Online-Netzwerk

Google nutzt Daten über alle Dienste

Der Kampf um Nutzerdaten im Internet ist voll entbrannt. Im Wettstreit mit Facebook ordnet Google seine Ressourcen neu: Ist man angemeldet, werden Informationen quer über alle Dienste des Internet-Konzerns ausgewertet.

Google-Doodles im Überblick. Google bricht bei Nutzerdaten Grenzen zwischen Diensten auf. Die Neuerung soll für ein „einfacheres, intuitiveres Google-Erlebnis“ sorgen. Reuters

Google-Doodles im Überblick. Google bricht bei Nutzerdaten Grenzen zwischen Diensten auf. Die Neuerung soll für ein „einfacheres, intuitiveres Google-Erlebnis“ sorgen.

Mountain ViewGoogle ändert seinen Umgang mit Nutzerdaten und will künftig alle Informationen, die man bei verschiedenen Diensten des Konzerns hinterlässt, gesammelt auswerten. Dies werde den Nutzern Vorteile in Form von relevanteren Suchergebnissen und Werbeanzeigen bringen, erklärte der Internet-Konzern.

Für die Änderungen sollen ab Anfang März die Datenschutzbestimmungen vereinfacht und zusammengeführt werden - statt heute 70 einzelner Dokumenten für verschiedene Dienste soll es nur noch eins geben. Die Daten würden nach wie vor nicht nach außen verkauft, betont Google.

Google-Tipps nach dem Panda-Update

Lernen Sie die Nutzer kennen!

Wer wissen möchte, wie die eigene Website bei den Nutzern ankommt, sollte Sie zunächst kennenlernen. Das ist durch den Einbau kostenloser Tools wie Google Analytics möglich, die übersichtlich unter anderem Herkunft der Nutzer auflisten und durch welche Suchbegriffe oder Links sie auf die Seite gefunden haben. Vor allem über welche Suchebegriffe die Nutzer Ihre Seite finden, ist interessant. Finden Sie auf Ihrer Website das, wonach sie suchen?

Seiten sinnvoll betiteln

Wichtig wird mit dem „Panda“-Update auch, dass die Nutzer hinter dem Titel einer Seite auch das finden, was dieser verspricht. Nach wie vor empfiehlt es sich, Titel und Inhalte darauf abzustimmen, wonach Nutzer suchen – „Gebrauchtwagen in Köln“ ist beispielsweise ein attraktiverer Titel als ein kaum bekannter Eigenname. Titel und die ersten Worte eines Dokuments sollten auf den ersten Blick klar machen, worum es auf der entsprechenden Unterseite der Website geht.

Auch Technik wird wichtig

Auch technische Aspekte spielen durch die Analyse des Nutzerverhaltens eine größere Rolle: Lädt die Seite langsam, werden sie viele Nutzer schnell wieder verlassen. Dasselbe gilt, wenn sie optisch nicht ansprechend ist oder in einigen Browsern falsch dargestellt wird. Tools wie Google Analytics verraten Ihnen auch, mit welchen Browsern die Leser Ihre Seite besuchen. Testen Sie, ob die Website in allen Browsern funktioniert, die Ihre Nutzer häufig einsetzen.

Zu viel Werbung verschreckt die Nutzer

Werbung – insbesondere bestimmte Formen der Werbung wie sogenannte Popups – wirken auf die Nutzer abschreckend. Das war für das Google-Ranking bisher nicht relevant, spielt nach dem "Panda"-Update aber eine Rolle.

Was Sie vermeiden sollten

Wenn man sich die durch Google nach dem „Panda“-Update abgestraften Seiten genauer ansieht, ergeben sich gewisse Muster: So fällt beispielsweise auf, dass vor allem jene Seiten abgestraft wurden, die wenig eigene Text-Inhalte besaßen und viele interne Links auf das eigene Angebot und relativ wenige oder unnatürlich scheinende Links nach außen.

Wenn ein Nutzer bei Google angemeldet ist, „können wir Informationen, die Sie bei einem Dienst gemacht haben, mit Informationen aus anderen Diensten kombinieren“, erläuterte Googles Datenschutz-Chefin Alma Whitten in einem Blogeintrag. Kurz gesagt, werde man über alle Google-Dienste hinweg als ein Nutzer behandelt.

Das solle für ein „einfacheres, intuitiveres Google-Erlebnis“ sorgen. Ein Nutzer kann das nur umgehen, wenn er nicht bei Google angemeldet ist. Google hatte im vergangenen Jahr in den USA Kontrollen seiner Datenschutzpraxis zugestimmt.

Der Konzern vermarktet die Neuerungen vor allem als Gewinn für die Kunden. „Wir können die Suche besser machen - indem wir verstehen, was Sie wirklich meinen, wenn sie Apple, Jaguar oder Pink eintippen“, argumentierte Whitten. „Wir können Sie darauf hinweisen, dass Sie spät dran sind für ein Treffen, ausgehend von Ihrem Aufenthaltsort, Ihrem Kalender und einer Vorstellung von dem aktuellen Verkehr.“ Oder man könne für jeden die richtigen Vorschläge bei der Rechtschreibkontrolle machen. Die Idee sei, die eigenen Informationen sinnvoller einzusetzen.

Kommentare (3)

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25.01.2012, 12:41 Uhr

Das sieht nach einem neuen Job für meinen alten Zweitrechner aus: Nur damit werde ich mich noch bei Google einloggen.

Ach ja: Apple-Produkte besaß ich auch noch nie. Ich werde mich auch künftig nicht zum Leibeigenen von Apple machen.

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26.01.2012, 02:53 Uhr

Eben! Die Werbung nervt hier beim Handelsblatt zunehmenden Maße, vor allem, weil mich keins der Produkte in irgendeiner Weise interessiert: alles BLECH! Am meisten nervt die heimtückische Aufdringlichkeit!

Umsonst will ich das Handelsblatt auch nicht haben: bisher bin ich "noch" - Abonnent beim http://www.wirtschaftspresse.biz

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26.01.2012, 02:58 Uhr

Genau! einen Zweitrechner betreiben, einen Zweit-Provider eine unabhängige ZweitDomain mit sicherheits - EMail - Adressen für die mit Zwangsregistration verbundene Internet-Recherche. gefälschte Profile Tarnkappen, nicht zu vergessen: Mobile Internetzugänge für den einfachen EMail-Verkehr sonst darf man eigentlich gar nicht googeln und nicht nur das. Zähne zeigen!

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