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12.01.2013

10:07 Uhr

Online-Petition abgelehnt

USA bauen keinen Todesstern

Enttäuschung für alle Star-Wars-Fans: Die USA werden keinen Todesstern bauen. Eine entsprechende Petition lehnte das Weiße Haus jetzt ab. Der Grund: Man wolle keine Unterstützung für die Zerstörung von Planeten leisten.

Darth Vader muss noch eine Weile auf seinen Todesstern warten – die USA werden ihm dabei nicht helfen. dapd

Darth Vader muss noch eine Weile auf seinen Todesstern warten – die USA werden ihm dabei nicht helfen.

US-Präsident Barack Obama hat zur Enttäuschung von Star-Wars-Fans einen offiziellen Antrag zum Bau eines "Todessterns" abgelehnt. Die US-Regierung teile zwar grundsätzlich das Anliegen der 34.435 Antragsteller, neue Arbeitsplätze zu schaffen und für eine leistungsstarke nationale Verteidigung zu sorgen, erklärte Paul Shawcross, der im US-Präsidialamt für das Wissenschafts- und Raumfahrt-Budget verantwortlich ist. "Ein Todesstern ist jedoch nicht in Sicht. Die Regierung leistet keine Unterstützung für die Zerstörung von Planeten."

In den legendären Star-Wars-Filmen bauen die Bösewichte um Darth Vader als "Todesstern" titulierte riesige Raumstationen, die ganze Planeten zerstören können. Die Kosten für den Bau eines Todessterns beliefen sich Schätzungen zufolge auf mehr als 850 Billiarden Dollar. "Wir arbeiten hart daran, das Defizit zu reduzieren, und nicht daran, es auszuweiten", erklärte Shawcross.

Die „Star Wars“-Filme

Star Wars – Krieg der Sterne

Der Science-Fiction kommt im Februar 1978 unter der Regie von George Lucas in die deutschen Kinos. In den USA startete der Film bereits 1977. In einer fernen Zukunft wehrt sich eine Gruppe von Rebellen gegen die brutale Unterdrückung durch das machthungrige Imperium. An der Spitze der dunklen Streitmächte steht die Figur Darth Vader mit seiner schwarzen Atemmaske.

Das Imperium schlägt zurück

Die Fortsetzung des monumentalen Weltraum-Epos mit vielen Spezialeffekten kommt 1980 unter der Regie von Irvin Kershner in die Kinos. Darth Vaders gefährlichste Waffe, der Todesstern, ist zerstört, doch seine Truppen sind nicht geschlagen. Sie stöbern die Rebellen in ihren Verstecken auf und unterwerfen sie.

Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Das gute Ende der Saga flimmert 1983 unter der Regie von Richard Marquand über die Leinwände. Wesen aus allen Ecken der Galaxis treffen die Vorbereitungen für die entscheidende Schlacht gegen das Imperium - und gewinnen mit Hilfe der wiedererstarkten Jedi-Ritter.

Episode I: Die dunkle Bedrohung

1999 springt Regisseur George Lucas rund 30 Jahre vor die Ereignisse der bekannten Star-Wars-Filme zurück. In der Galaktischen Republik ist ein Streit über die Besteuerung der Handelsrouten ausgebrochen. Der friedliche Planet Naboo mit seiner Königin Amidala wird von der geldgierigen Handelsföderation angegriffen.

Episode II: Angriff der Klonkrieger

George Lucas setzt 2002 seine Sternenkrieger-Vorgeschichte fort. Königin Amidala hat den Thron von Naboo verlassen, um im Senat zu Botschafterin Padme zu werden. Dort deckt sie einen Korruptions-Deal auf, und ihr Leben gerät in Gefahr.

Episode III: Die Rache der Sith

2005 kommt die Vorgeschichte zu ihrem Ende. Regisseur George Lucas lässt die Machtkriege weiter wüten. Die Kluft zwischen Kanzler Palpatine und dem Jedi-Rat wird immer weiter vergrößert. Dabei gerät der junge Jedi-Ritter Anakin Skywalker in einen schweren Gewissenskonflikt. Er mutiert später zum bösen Darth Vader.

In diesem Preis sind allerdings nur die Rohstoffkosten für den Stahl eingerechnet. Wie Studenten der Lehigh University in Pennsylvania berechnet haben würden für den Nachbau des Todessterns 1.080.000.000.000.000 Tonnen Stahl benötigt. Bei der derzeitigen Stahlproduktion weltweit würde es gut 800.000 Jahre dauern, bis genug Baustoff für den Todesstern vorhanden wäre.

Das US-Präsidialamt akzeptiert im Internet Petitionen und reagiert auf die Anträge, die die größte Unterstützung erfahren. Wenn sich innerhalb von 30 Tagen mehr als 25.000 Unterstützer finden, muss sich die US-Regierung zu dem Antrag äußern und ihn an die entsprechende Abteilung weiterleiten.

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Die Filme liefern Disney nur noch die Helden, das Geschäft macht der Konzern mit der Vermarktung von Micky, Batman und Co. Nun bekommt die Merchandising-Maschine neues Futter: Lucasfilm mit Star Wars und Indiana Jones.

Bei den meisten Petitionen handelt es sich um ernsthafte Anliegen. Zuletzt war jedoch eine Reihe von verrückten Petitionen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Neben dem Todesstern gehört dazu auch ein Antrag auf die Prägung einer Platin-Münze im Wert von einer Billion Dollar, um eine Zahlungsunfähigkeit der USA in dem Fall zu verhindern, dass sich der Kongress im kommenden Monat nicht auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze einigen kann.

Von

rtr

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

12.01.2013, 11:12 Uhr

Allein schon der Umstand, dass irgendein Schreiberling des US-Präsidenten den Strom vergeudet, auf eine Petition von 34.435 Schwachköpfen zu antworten zeigt, dass die USA ihre Situation noch nicht einmal annähernd begriffen haben und - auch deshalb - dem Untergang geweiht sind.

EU-Jurist

12.01.2013, 11:37 Uhr

Einfach herrlich, wie sich die Trolle ihre Welt zurecht legen.
Einerseits wird das Ende der Demokratie in Dt. besungen und auf der anderen Seite wird sich über ein erhebliches Maß an Einflussnahme der Bürger in den Staaten lustig gemacht.

Na was denn nun? Hauptsache mal wieder Frust abbauen können, oder?

@Handelsblatt: wollt ihr euer Forum wirklich als Therapie für Trolle degradieren?

Oilenspiegel

12.01.2013, 12:56 Uhr

Ja, diese Welt besteht a u c h zu einem erheblichen Teil aus Wahnsinnigen

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