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30.08.2012

14:06 Uhr

Panasonic

LCD ist noch nicht tot

Mehr Farbe, höhere Schärfe, weniger Bautiefe: Die Vorteile der OLED-Technologie liegen auf der Hand. Sie ist einer der TV-Trends auf der IFA. Ein Fernseh-Experte warnt aber davor, LCD schon totzureden.

BerlinDie ersten großformatigen Flachbildfernseher mit der neuen OLED-Technologie gehören zu den Hinguckern auf der IFA in Berlin. Für den breiten Konsumentenmarkt sei die Technologie allerdings noch nicht reif, schätzt Laurant Abadie, Europa-Chef von Panasonic. Viel eher werde OLED noch lange Zeit mit LCD koexistieren, sagte der Manager am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Derzeit dominieren im breiten Verbrauchermarkt Fernseher mit LCD-Bildschirm. Die LCD-Technologie habe sich ständig weiterentwickelt und sei noch gar nicht ausgereizt, sagt Abadie. „Da gibt es noch viel Raum nach oben für viele weitere Qualitätsverbesserungen.“

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„OLED passt noch nicht ernsthaft in den Massenmarkt“, sagte Abadie. In naher Zukunft seien aber neben Fernsehern noch ganz andere Einsatzgebiete für die dünnen und biegsamen Displays denkbar, etwa in der Werbung oder als Medium für Tageszeitung.

Die beiden südkoreanischen Elektronikriesen Samsung und LG haben auf der Messe ihre ersten Flachbildfernseher mit einer Displaygröße von 55 Zoll präsentiert. Der OLED-Bildschirm (Organic Light Emitting Device) lässt sich im Vergleich zu LCD noch deutlich dünner produzieren, da zusätzliche Beleuchtung für das selbstleuchtende Material entfällt. Das Display stellt nach Angaben von Samsung 20 Prozent mehr Farben dar und hat eine 1.000 Mal schnellere Reaktionszeit als LCD.


Panasonic entwickelt inzwischen OLED-Displays in Partnerschaft mit dem Wettbewerber Sony, der bereits vor Jahren bei der Entwicklung der Technologie sehr engagiert war. Gemeinsam wollten die Unternehmen OLED wettbewerbsfähig mit LCD machen. „Da ist der Preis aber eine wesentliche Frage.“ Noch immer sind die Fernseher wegen der aufwendigen Produktion sehr teuer, LG hatte etwa einen Preis von rund 9.000 Euro genannt.

Von

dpa

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