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05.03.2012

10:05 Uhr

Projekt Code_n

Die Cebit will von Startups lernen

Frischer Wind auf der Cebit: Die Traditionsmesse in Hannover stellt jungen Internet-Unternehmen eine eigene Halle zur Verfügung. Mit dem Projekt Code_n soll die klassische Messepräsenz eine neue Optik bekommen.

Messen haben ausgedient, wenn sie sich nur als Marktplatz für Produkte verstehen. dpa

Messen haben ausgedient, wenn sie sich nur als Marktplatz für Produkte verstehen.

HannoverMit hohen Erwartungen und etwas Lampenfieber reisen 50 junge Internet-Unternehmer aus neun Ländern zur am Montag beginnenden Cebit nach Hannover. „Das ist unsere Messepremiere und wird bestimmt eine interessante Erfahrung für uns“, sagt Timo Müller, Mitbegründer des Münchener Startup-Unternehmens lingoking, das eine Online-Plattform für Telefon-Dolmetscher und Übersetzer betreibt. Auf dem Forum „Code_n“ freut er sich auf Gespräche mit anderen Startups und hofft auf viele potenzielle Kunden.

„Das ist für uns eine Super-Chance“, erklärt der 29-jährige Mitgeschäftsführer. Ein Messeauftritt wäre sonst für ein so kleines Unternehmen eine ganz große Hürde.“ Die 50 Teilnehmer bei „Code_n“ haben eine andere Hürde gemeistert – die erste Auswahl in einem Startup-Wettbewerb, mit dem die Cebit neue Wege beschreitet. Daran beteiligten sich im Herbst 2011 mehr als 400 Firmen aus 42 Ländern.

Messen haben ausgedient, wenn sie sich nur als Marktplatz für Produkte verstehen. „Wenn sich jemand die Mühe macht, im März nach Hannover zu reisen, dann möchte er etwas Tolles erleben, neue technologische Trends kennenlernen, interessante Leute treffen und sich inspirieren lassen“, sagt Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies AG in Stuttgart, die das „Code_n“-Projekt mit auf den Weg gebracht hat. „Man muss mal auf der Cebit etwas ganz anderes machen!“

Neben dem Wettbewerb – der auf der Messe zu kürende Sieger bekommt einen Geldpreis und zwei Jahre Management-Unterstützung – gehört eine künstlerisch gestaltete Messehalle zu den Besonderheiten des Projekts. Das Gemeinschaftswerk des Installationskünstlers Tobias Rehberger und des Architekten Jürgen Mayer H. in der 3500 Quadratmeter großen Halle 16 soll bis zur Eröffnung der Messe unter Verschluss bleiben.

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