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03.02.2005

13:20 Uhr

IT + Telekommunikation

Qwest in Verhandlungen für MCI-Übernahme

Die amerikanischen Telefongesellschaften Qwest und MCI verhandeln über einen möglichen Zusammenschluss. Dies hat das „Wall Street Journal“ am Donnerstag berichtet. Qwest Communications International Inc. biete rund 6,3 Mrd. Dollar (4,8 Mrd Euro) für MCI.

Qwest

Die US-Telefongesellschaften Qwest und MCI verhandeln über einen Zusammenschluss.

dpa NEW YORK. Die amerikanischen Telefongesellschaften Qwest und MCI verhandeln über einen möglichen Zusammenschluss. Dies hat das „Wall Street Journal“ am Donnerstag berichtet. Qwest Communications International Inc. biete rund 6,3 Mrd. Dollar (4,8 Mrd Euro) für MCI.

Die Gespräche hätten sich in den vergangenen Tagen weit entwickelt, allerdings sei ein Scheitern noch möglich. Damit gehen die Übernahme- und Fusionsgespräche in der amerikanischen Telekommunikationsbranche auf Hochtouren weiter. Der Telefonkonzern SBC Communications will AT & T für rund 16 Mrd. Dollar kaufen. Sprint möchte den Mobilfunker Nextel für 35 Mrd. Dollar schlucken.

Qwest (Denver/US-Staat Colorado) ist in 14 US-Bundesstaaten im Westen des Landes aktiv. Das Unternehmen hat nach Angaben der Zeitung einen Marktwert von 7,7 Mrd. Dollar und 17,2 Mrd. Dollar Schulden.

MCI ist aus der Worldcom hervorgegangen, die in den schwerwiegendsten Bilanzbetrugsskandal der US-Geschichte und in das größte Insolvenzverfahren verwickelt war. Worldcom hatte MCI 1998 für 38 Mrd. Dollar gekauft. Damals befanden sich die Telekom- Aktien während einer beispiellosen Spekulationsphase auf dem Höhenflug. Die Gesellschaft hatte sich nach Abschluss des Insolvenzverfahren wieder in MCI umbenannt.

MCI ist ein großer US-Ferngesprächsanbieter und verfügt auch über ein weltweites Hochleistungs-Netz über das ein erheblicher Teil des globalen Internetverkehrs läuft.

Ein Gebot der amerikanischen Telefongesellschaft Verizon Communications Inc. für MCI könne die Qwest-Pläne leicht scheitern lassen, erklärte die Zeitung. Verizon führe Sondierungsgespräche mit MCI. Mehrere andere Interessenten hatten sich in den vergangenen Monaten an MCI herangemacht.

Carlos Slim, der größte MCI-Aktionär, ziehe in Erwägung, MCI „zu privatisieren“, sprich von der Börse zu nehmen. Slim kontrolliert die große mexikanischen Telefongesellschaft Teléfonos de México und ist der reichste Lateinamerikaner.

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