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07.01.2011

09:28 Uhr

Rapid Prototyping

Die Flöte aus dem 3D-Drucker

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Direkt aus dem Computer auf den Schreibtisch: Rapid Prototyping heißen Verfahren zum schnellen Bau von Prototypen. Ein Wissenschaftler am MIT hat mit Hilfe eines 3D-Druckers eine Querflöte hergestellt, mit der man tatsächlich Töne erzeugen kann.

Seth Hunter spielt eine Querflöte aus dem 3D-Drucker. Screenshot

Seth Hunter spielt eine Querflöte aus dem 3D-Drucker.

BERLIN. Amit Zoran, Wissenschaftler am Media Lab des Massachusetts Institute of Technology, hat eine Querflöte im Rapid-Prototyping-Verfahren hergestellt. Laut Zoran kann es die Flöte hinsichtlich Klang und Handhabung mit einem traditionell hergestellten Instrument aufnehmen - eingeschränkt allerdings von einem Designfehler.

15 Stunden im 3D-Drucker

Zoran fertigte zunächst an seinem Computer ein dreidimensionales Modell des Blasinstrumentes. Das wurde dann an einen 3D-Drucker übertragen, der die Flöte in einem 15-stündigen Prozess aufbaute. Dazu nutzte Zoran einen Connex 500 des US-Herstellers Objet. Dieser 3D-Drucker kann verschiedene Stoffe gleichzeitig verarbeiten. Das damit hergestellte Werkstück kann also aus mehreren Materialien bestehen.

Zoran hat in dem Musikinstrument drei verschiedene Materialien verarbeitet: ein Material für den Tubus und die Klappen, eins für das Mundstück und eins für die Dichtungen. Am Ende musste Zoran lediglich das überflüssige Stützmaterial entfernen sowie die Federn an den Klappen einbauen.

Guter Klang, Mängel im Design

Schließlich mussten nur noch die vier Bauteile, aus denen die Flöte besteht, zusammengesteckt werden, und Zorans Kollege Seth Hunter konnte auf der Flöte spielen. Hunter war mit dem Klang des aus Kunststoff bestehenden Instruments durchaus zufrieden. Allerdings kritisierte er, dass einige der Klappen nicht richtig schlossen.

Anfang 2010 hatte Zoran zusammen mit seinem Kollegen Marcelo Coelho die Konzeptstudie Cornucopia vorgestellt. Das ist eine Rapid-Prototyping-Maschine, die Mahlzeiten zubereiten soll. Mit Hilfe von Rapid-Prototyping-Verfahren könnten seiner Ansicht nach ganz neue Instrumente hergestellt werden.

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