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11.07.2012

14:19 Uhr

Rechtsextremismus im Netz

Neonazis setzen auf Facebook und YouTube

Dem Jahresbericht „Rechtsextremismus im Netz“ zufolge hat die Verbreitung rechter Inhalte im Internet deutlich zugenommen. Soziale Netzwerke seien für Neonazis inzwischen regelrechte Rekrutierungsplattformen.

Rechtsextreme bei einem Aufmarsch. Reuters

Rechtsextreme bei einem Aufmarsch.

Die sozialen Netzwerke im Internet werden von Neonazis immer stärker zur Nachwuchswerbung missbraucht und mit verbotener Propaganda überschwemmt. Zu diesem alarmierenden Befund kommt eine in Berlin vorgestellte Studie der Bundeszentrale für politische Bildung, der Online-Beratung Gegen Rechtsextremismus und von jugendschutz.net. Die Rechtsextremisten seien bei Facebook, YouTube und sämtlichen anderen sozialen Internetplattformen höchst aktiv, warnte Stefan Glaser, der Experte für Rechtsextremismus bei jugendschutz.net ist. Der Präsident der Bundeszentrale, Thomas Krüger, sprach von einem „Nährboden“ für rechtsextreme Gewalt und Terrorismus.

Die Neonazis hätten es vor allem auf Jugendliche abgesehen, die die sozialen Netzwerke regelmäßig nutzten. „Für Rechtsextreme sind die Mitmachnetze inzwischen das wichtigste Rekrutierungsfeld“, sagte Glaser. Die Neonazis gingen äußerst trickreich bei der Verbreitung ihrer zum Teil verbotenen Inhalte vor. Häufig lockten sie Nutzer mit emotionalen oder provokanten Themen auf ihre Seiten.

Als Beispiel nannte Glaser Kampagnen gegen Kindesmissbrauch. „Die Neonazis tarnen ihre Aktivitäten, damit ihnen die User auf den Leim gehen“, sagte Glaser. Häufig sei es schwer zu erkennen, wer hinter einer Initiative, Aktion oder einer Einlassung stecke.

Kommentare (1)

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11.07.2012, 15:37 Uhr

Alarmierend: Neo-Nazis benutzen Luft um zu atmen!
Das ist empörend! Wo bleiben da die Kampftruppen gegen Rechts?

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