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03.05.2012

14:53 Uhr

Republica

Sascha Lobo kritisiert Facebook

Soziale Online-Netzwerke wie Facebook oder Google+ scheinen öffentlich, sind aber privat kontrolliert. Der Autor und Blogger Sascha Lobo fordert auf der Netzkonferenz Republica eine internationale Regelung.

Blogger und Autor Sascha Lobo: Facebook vermittelt den falschen Eindruck, öffentlich zu sein. dpa

Blogger und Autor Sascha Lobo: Facebook vermittelt den falschen Eindruck, öffentlich zu sein.

BerlinDie Republica beschäftigte sich an ihrem zweiten Tag auch mit kritischen Fragen zu privaten Eigentumsverhältnissen öffentlich genutzter Internet-Plattformen. Der Blogger und Autor Sascha Lobo sagte in einer Diskussionsrunde am zweiten Tag der Konferenz, von Privatfirmen eingerichtete Soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ und Twitter vermittelten ihren Nutzern den fälschlichen Eindruck, öffentlich zu sein. „Daraus ergeben sich unterschiedliche Facetten von Problemen“, sagte Lobo - bis hin zur Möglichkeit, inhaltliche Diskussionen zu kontrollieren. Lobo sprach sich für eine internationale Regelung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) solcher Plattformen aus.

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Ralf Lesser, Referent für Netzpolitik im Bundesinnenministerium, gab zu bedenken, dass es für komplexe Themen des Lebens keine einfachen juristischen Antworten gebe. Ein guter Ansatz sei aber das Prinzip der Datenportabilität, also die Verfügbarkeit der Nutzer über ihre eigenen persönlichen Daten mit der Möglichkeit, diese von einer Plattform auch wieder zu entfernen und zu einem anderen Anbieter zu bringen. Dies sei auch die Forderung der Bundesregierung an Facebook, Google und andere Anbieter, sagte Lesser.

Netzaktivisten sollen Abgeordnete adoptieren

Eine weitere Idee der Konferenz: Netzaktivisten sollen Bundestagsabgeordnete verstärkt mit ihren Anliegen konfrontieren. Dazu stellte der Verein Digitale Gesellschaft auf der Bloggerkonferenz Republica die Initiative „Adoptier Deinen Abgeordneten“ vor. Die Idee: Internetnutzer werden „virtuelle Paten“ und informieren öffentlich über ihre Kommunikation mit den Abgeordneten. Als Beispiel nannte die Stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Lavinia Steiner, eine Patenschaft mit dem CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach und Beratungen über die Vorratsdatenspeicherung. „620 Abgeordnete brauchen einen Paten“, sagte Steiner am Donnerstag in Berlin.

Kommentare (1)

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01.07.2012, 22:33 Uhr

Man muss schon die Bildzeile im Zusammenhang mit dem letzten Satz lesen, um eine entscheidende Information mitzubekommen: Der so gerne als Vereinsvorsitzender auftretende Beckedahl ist über die PR- und Lobbying-Firma Newthinking Communications (ntc) Veranstalter der Chose. Ganz korrekt ist das aber nicht, wie's hier steht: Beckedahl ist schon seit 2008 nicht mehr Geschäftsführer der ntc. Zudem gibt es für die re:publica seit 2011 eine eigenständige GmbH im Hause der ntc, die Republica GmbH, an der Spreeblick beteiligt ist.
Beckedahls heiteres Hütchenspiel (wann hat er die ntc-Kappe auf, wann die Vereinskappe?) könnte das Handelsblatt durchaus mal thematisieren.
Siehe auch:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/republica/markus-beckedahl-es-ist-nicht-mehr-klein-und-gemuetlich/6582434.html
http://re-publica.de/12/partner/

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