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13.01.2005

07:45 Uhr

Roboter unterstützt den Arzt bei Operationen

OP-System sorgt für sichere Eingriffe

Ein weltweit einzigartiges robotergestütztes Operationsverfahren erhöht die Sicherheit bei medzinischen Eingriffen. Ärzte der Berliner Charité haben das System namens "Navigated Control" gemeinsam mit dem Fraunhofer für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik-Institut entwickelt.

HB BERLIN. Zwar erlaubt es dem Arzt, die Instrumente beim Eingriff selbst mit der Hand zu führen. Die Fräsen, Bohrer oder Sägen schalten sich jedoch automatisch ab, falls das Gerät den zuvor via 3-D-Bild festgelegten Eingriffsbereich verlässt. "Es kann also nie in die falsche Richtung oder zu tief gebohrt werden.", erläutert Tim Lüth, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

"Navigated Control" ist eine Weiterentwicklung des Berliner Operationsroboters Otto. Der erwies sich als zu teuer und schwer zu handhaben - auch weil der Arzt lernen musste, den Roboter zu bedienen, und weil Patienten unter Narkose aufwendig fixiert werden mussten. "Navigated Control" kostet 120 000 Euro und ist damit deutlich billiger als sein Vorgänger.

Bislang wurden sechs Patienten mit dem neuen Verfahren Zahnimplantate eingesetzt. Der Verlauf der OP wird vor dem Eingriff am Computer festgelegt. Als Markierungspunkte dienen individuell angepasste Beiß-Schienen mit Titanstiften - wie in einem Koordinatensystem kann sich der Arzt während des Eingriffs auf dem Bildschirm daran orientieren. Als nächstes steht der Einsatz im HNO-Bereich und bei Operationen der Wirbelsäule sowie beim Ersatz von Hüftgelenken an.

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