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23.05.2017

15:33 Uhr

Samsung Galaxy S8

Hacker trickst Irisscanner aus

VonHauke Gierow
Quelle:Golem.de

Biometrische Merkmale sind praktisch zum Entsperren von Geräten - sicher sind sie hingegen nicht. Ein Hacker hat gezeigt, dass sich der Irisscanner des Galaxy S8 von Samsung mit wenig Aufwand austricksen lässt.

Die vermeintlich sichere Iriserkennung des aktuellem Samsung-Flaggschiffs lässt sich leicht austricksen. AP

Samsung Galaxy S8 (r.) und S8 Plus

Die vermeintlich sichere Iriserkennung des aktuellem Samsung-Flaggschiffs lässt sich leicht austricksen.

BerlinDer CCC-Hacker Starbug hat in einem Versuch demonstriert, dass sich die vermeintlich sichere Iriserkennung von Samsungs aktuellem Flaggschiff Galaxy S8 mit einfachen Mitteln umgehen lässt. Für den Angriff werden lediglich ein mit einem normalen Tintenstrahldrucker gedrucktes Bild und eine Kontaktlinse benötigt, wie Zeit Online berichtet.

Starbug, der mit bürgerlichem Namen Jan Krissler heißt, hatte bereits den Fingerabdruckscanner des iPhones überlistet und gezeigt, dass sich Fingerabdrücke aus Fotos extrahieren lassen. Für den aktuellen Angriff auf Samsungs Smartphone nutzte er ein Bild des Auges, das mit einer gewöhnlichen Digitalkamera aufgenommen wurde und auf einem einfachen Drucker ohne teures Spezialpapier ausgedruckt wurde.

Das Foto des Auges allein reicht indes nicht aus, um das Telefon zu überlisten, dazu wird die gewölbte Kontaktlinse genutzt, die der Kamera die Krümmung des Auges vortäuscht. Krissler bewahrt die Linse im Versuch in einem Behälter mit Wasser auf und hält diese dann mit der Pinzette vor das Bild. Danach erkennt das Gerät die vermeintliche Iris und entsperrt das Smartphone.

Der Irisscanner nutzt eine Wellenlänge von 850 Nanometer, um das Auge nach biometrischen Informationen abzutasten. Die tatsächliche Augenfarbe spielt bei der Erkennung daher keine Rolle, vielmehr werden Informationen über kleine Adern und Punkte im Auge mit den hinterlegten Funktionen abgeglichen. Für das Demonstrationsfoto nutzte Starbug eine Kamera mit Infrarotfilter, außerdem leuchtete er sein Auge ähnlich wie der Irisscanner selbst mit Infrarotlicht an.

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