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26.06.2017

10:58 Uhr

Schlicht, aber leistungsstark

Gaming-Laptops wandeln sich

Quelle:dpa

Spielen am Laptop wird immer relevanter. Laut einer Studie nutzen 78 Prozent der Gamer einen Laptop zum Zocken. Und so werfen die Hersteller immer mehr Gaming-Modelle auf den Markt und hoffen auf kaufkräftige Spieler.

Beliebte Plattform: Einer Bitkom-Studie zufolge zocken 78 Prozent der Gamer am Laptop. dpa

Spielen am Laptop

Beliebte Plattform: Einer Bitkom-Studie zufolge zocken 78 Prozent der Gamer am Laptop.

Der Acer Predator 21 X ist ein bizarrer Laptop, unglaublich schwer und unglaublich teuer: Er bietet zwei Top-Grafikkarten, einen Intel-Core-i7-Prozessor und 64 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher. Er hat einen 21 Zoll großen, gebogenen Bildschirm, wiegt etwa neun Kilogramm und wird mit eigenem Rollkoffer geliefert, der bei einem Flug nicht einmal als Handgepäck durchgeht. Und das alles bei einem Kleinwagen-Preisniveau von 10.000 Euro.

Der Hersteller will damit zeigen, was er theoretisch in ein mobiles Gerät packen kann - nämlich einen top ausgestatteten Gaming-PC. Sich damit allerdings in den Zug oder ein Café zu setzen, erscheint durchaus mutig. Denn allein die mechanische Tastatur klappert so laut, dass sich sowieso schon eingeengte Sitznachbarn auch noch akustisch belästigt fühlen würden. Kurzum: Dieser Gaming-Laptop ist in jeder Hinsicht übertrieben.

Doch grundsätzlich wird das Spielen am Laptop immer relevanter. Laut einer Studie des IT-Branchenverbands Bitkom vom August 2016 nehmen Laptops den zweiten Rang bei den beliebtesten Spiele-Plattformen ein. 78 Prozent der Befragten nutzen einen Laptop zum Zocken, der stationäre PC - obwohl günstiger und leichter aufzurüsten - liegt mit 67 Prozent dahinter. Den ersten Platz belegt das Smartphone mit 85 Prozent.

Von den Notebook-Spielern werden aber nicht alle spezielle Gaming-Laptops nutzen. Für das vor allem bei Jugendlichen beliebte „Minecraft” oder für ältere Spiele reicht auch ein schwächeres System. Trotzdem werfen die Hersteller immer mehr dezidierte Gaming-Modelle auf den Markt - und hoffen auf kaufkräftige Spieler.

Da Zocken als Freizeitbeschäftigung immer mehr in der Mitte der Gesellschaft ankommt, sehen viele Gaming-Notebooks mittlerweile unauffälliger aus. Während Modelle wie der Predator 21 X oder auch ein Alienware 17 extra futuristisch und ausladend daherkommen, gibt es mit dem Razer Blade oder dem HP Omen leistungsstarke wie schlichte Laptops, die nicht so viel wie ein Kleinwagen kosten.

Die günstigsten Gaming-Laptops gibt es schon für rund 1000 Euro, sagt Manuel Christa von der Fachzeitschrift „PC Games Hardware”. Preislich nicht übertriebene Top-Modelle liegen bei 2500 bis 3000 Euro - damit könne man die nächsten drei Jahre unbesorgt aktuelle Titel spielen.

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