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05.07.2017

09:59 Uhr

SD-Karten

Worauf es bei Speicherkarten ankommt

Quelle:dpa

Kompakte Speicherlösungen für Digitalkameras oder Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, in Deutschland wurden 2016 mehr als 20 Millionen Speicherkarten verkauft. Worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Kaum daumengroß passt die SD-Karte in jedes Gepäck. dpa

SD-Karte

Kaum daumengroß passt die SD-Karte in jedes Gepäck.

Mehr als 60 Jahre ist es her, dass die erste Festplatte das Licht der Welt erblickte. Der Koloss wog über eine Tonne und bot gerade mal eine Speicherkapazität von fünf Megabyte. Mittlerweile sind kompakte Speicherlösungen aus Digitalkameras oder Smartphones nicht mehr wegzudenken.

Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr laut Consumer Electronics Marktindex Deutschland (CEMIX) mehr als 20 Millionen der oft gerade einmal fingernagelgroßen Speicherkarten verkauft. Trotz ihrer geringen Abmessungen schlucken sie mehrere Gigabyte Daten. Doch nicht jede Speicherkarte eignet sich für jedes Gerät und jeden Einsatzzweck.

„Die SD-Karte gehört heute zu den gefragtesten und am weitesten verbreiteten Speicherlösungen”, erklärt Axel Denk, IT-Experte aus Fulda. Während die Compact-Flash-Karte noch in digitalen Spiegelreflexkameras anzutreffen ist, werden etwa von der Multimedia Card oder Sonys Memory Stick nur noch Restbestände angeboten.

SD steht für Secure Digital und betitelt den Speicherkartentyp. „SDHC ist die zweite Generation an SD-Speicherkarten, die sich durch höhere Geschwindigkeit und Kapazität auszeichnen”, so Denk. SD-Karten mit der Bezeichnung SDXC bieten als SDHC-Nachfolger sogar eine maximale Speicherkapazität von zwei Terabyte.

Wer auf das Dateisystem FAT32 angewiesen ist, muss beim Kartenkauf aufpassen. „Denn neue Speicherkarten vom Typ SDXC unterstützen lediglich das Dateisystem exFAT, das erst seit Windows XP SP2 kompatibel ist”, erklärt Denk.

Der Experte verweist auf drei Klassifizierungen. Als erste wurde die Kategorie C (für Class) definiert. C10-Speicherkarten sind die schnellsten innerhalb dieser Familie. Eine solche Karte soll garantiert mindestens 10 Megabyte pro Sekunde speichern.

Neuere Speicherkarten gehören zur Klasse Ultra High Speed (UHS oder U). Seit kurzem gibt es darüber hinaus die Video-Speed-Klasse (VSC), die selbst Datenraten von 100 Megabyte pro Sekunde nicht aus dem Tritt bringt.

„Beim Fotografieren genügen in der Regel alle Speicherkarten, wenn keine Serienaufnahmen, also viele Bilder hintereinander gemacht werden sollen, und bei großen Fotomengen auf der Karte keine Eile beim Übertragen auf den PC besteht”, sagt Ralf Trautmann vom Telekommunikationsportal „Teltarif.de”.

Wer hingegen gerne filmt, für den ist die Geschwindigkeitsklasse der Speicherkarte entscheidend: Für HD-Videos sollte man mindestens eine C4-Karte nehmen, für Ultra-HD-Aufnahmen wird bereits eine U3-Karte benötigt.

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